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Schneller Glasfaserzugang für Ostbevern

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Die Hürde war hoch: 40 Prozent der Haushalten mussten einen Vertrag mit der Deutschen Glasfaser unterschreiben, sollte der schnelle Glasfaserzugang in der Bevergemeinde Wirklichkeit werden. Das Ziel ist geschafft. Jetzt kann mit dem Ausbau begonnen werden.

Thomas Biniossek

Daumen hoch für das Projekt Glasfaser (v.l.): Deutsche Glasfaser-Mitarbeiterin Christina Wagenfeld, Regional-Manager Ingo Teimann, Bürgermeister Wolfgang Annen und Julian Schütte. Foto: Biniossek

„Ich bin wirklich froh, dass wir die Hürde gemeistert haben“, sagte ein sichtlich zufriedener Bürgermeister Wolfgang Annen. Über 40 Prozent der Haushalte im Ort – das sind über 1000 – und knapp 70 Prozent in Brock haben sich entschieden, das Angebot der Deutschen Glasfaser nach dem schnellen Glasfasernetz anzunehmen. „Damit haben wir die notwendige Kundenfrequenz geschafft und können sowohl in der Gemeinde als auch in Brock den Ausbau starten“, sagte der Regional-Manager der Deutschen Glasfaser, Ingo Teimann.

Es war ein spannendes Finale, schließlich lagen die Zahlen im Ort nicht so hoch, als dass man von diesem Glasfaser-Ausbau ausgehen konnte. Aber in den vergangenen Tagen standen die Menschen vor dem Glasfaser-Büro Schlange. „Mehr ging nicht“, sagte Mitarbeiterin Christina Wagenfeld. „Es haben sich viele kurzfristig entschieden, unser Angebot doch anzunehmen.“

Eine weitere Anmeldung ist, sagte Ingo Teimann, jetzt auch als Dankeschön noch bis zum kommenden Samstag möglich. „Der Servicepunkt hinter dem Rathaus bleibt bis dahin offen, sodass sich weitere Bürger, die nicht daran geglaubt haben, dass die 40-Prozent-Hürde für die zukunftsweisende Technik gemeistert wird, noch anmelden können.“

Jetzt kann die Deutsche Glasfaser in die Planungsphase einsteigen. „Unser Ziel ist es, dass bis spätestens Ende des Jahres ein Großteil der Haushalte sowohl in Brock als auch in der Gemeinde und den Gewerbegebieten an das Glasfasernetz angeschlossen ist“, sagte Teimann. Dabei werden die Technikerteams verschiedene Verlegetechniker anwenden, überwiegend werden die Kabel „mindertief“ verlegt. Lediglich in Kreuzungsbereichen und an Problemstellen werde es Tiefbauarbeiten geben. „Wir sind aber als sehr schnelle Truppe bekannt“, schmunzelte Teimann. Ein Team von drei Mitarbeitern könne bis zu 800 Meter Kabel am Tag verlegen.

„Das war jetzt der erste Schritt, aber weitere müssen folgen“, sagte Bürgermeister Annen. Er denkt dabei an die Bewohner in den Außenbereichen, die nicht Nutznießer der Glasfaser sind. „Wir werden ausloten, inwieweit wir Angebote auch für die Wohnsiedlungen in den Bauerschaften machen können. Dazu muss zunächst das Interesse dieser Bürger abgefragt werden“, so Annen weiter. Kostenlos sei dies aber wegen der weiten Strecken, die dann mit Glasfaser verlegt werden müssten, kaum leistbar. „Aber es ist durchaus zu diskutieren, ob man das, wie beispielsweise bei den Bürgerradwegen, nicht auf bürgerschaftliches Engagement aufbauen könnte.“

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