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Feuerwehrgerätehaus in Brock

Große Lösung für den Anbau

Brock

Die Entscheidung ist gefallen: Die Bröcker Feuerwehr bekommt einen Anbau am Gerätehaus. Eine Übergangslösung, bis das neue Feuerwehrgerätehaus gebaut werden kann. Und dennoch notwendig. Der eigentlich in Brock zu stationieren Einsatzleitwagen hat dort nämlich bisher keinen Platz.

Das Feuerwehrgerätehaus in Brock wird einen Mauerwerksanbau bekommen, um so einen Stellplatz für den Einsatzleitwagen zu schaffen. Das soll jedoch „nur“ eine Übergangslösung bis zum Neubau eines Feuerwehrgerätehauses sein. Foto: Daniela Allendorf

Jetzt steht es fest: Die Feuerwehr in Brock bekommt einen Anbau am Gerätehaus am Lintvenn, um den Einsatzleitwagen bedarfsgerecht unterbringen zu können. Dabei war der Weg nicht ganz so leicht und die Entscheidung im Haupt- und Finanzausschuss am Ende auch nicht einstimmig.

Provisorium doch nicht angehen

Hatten zu Beginn der Diskussion noch alle Parteien bekundet, dass es in Sachen Feuerwehr jetzt langsam wirklich brennt und schnell voran gehen muss, so scherte die CDU-Fraktion plötzlich aus. „Wir sollten das Provisorium nicht angehen, wenn nicht sichergestellt ist, dass die Malteser das Gebäude nachnutzen“, sagte Christdemokrat Wolfgang Wolfgang Weglage. Und fügte hinzu, dass er sich nicht sicher sei, ob die Gemeinde sich derzeit einen Betrag von rund 250 000 bis 300 000 Euro für ein solches Projekt erlauben könne. Noch deutlicher wurde Parteikollege Heinz-Hugo Horstmann: „Wir bauen was, was eigentlich keiner will“, sagt er.

Heinz-Hugo Horstmann (CDU)

Dafür gab es Gegenwind aus den anderen Fraktionen: „Das ist ein Mosaikstein in die richtige Richtung“, meldete sich Jochem Neumann (Grüne) dazu zu Wort. Er schlug aber dennoch noch einmal einen Aufschub zur Abstimmung bis zur Ratssitzung in der kommenden Woche vor, um endgültig die Nachnutzung durch die Malteser zu klären. Ein Schritt, den Sebastian Meyberg (SPD) so nicht mitgehen wollte. Schließlich würden alle Fraktionen darauf pochen, dass es in Sachen Feuerwehr nun schnell gehe, „deswegen stelle ich jetzt den Antrag zur Entscheidung“, sagte er.

Entscheidung für „Große Mauerwerkslösung“

Zuvor beantragte die CDU ihrerseits jedoch noch eine Sitzungsunterbrechung, um sich noch einmal abzustimmen. Am Ende stimmten doch noch zwei Fraktionsmitglieder für den Bau des Provisoriums. Die übrigen Stimmen für den Bau kamen aus den Reihen von SPD, Grünen, FDP und dem Bürgermeister. Bei zwei weiteren Enthaltungen fiel die Entscheidung für die Variante „Große Mauerwerkslösung“. Dies allerdings noch mit einigen Bedingungen: So sollen die Malteser weiterhin die Räumlichkeiten in der „Alten Schule“ in Brock kostenfrei nutzen können. Des Weiteren ist die Nachnutzung der Unterstellmöglichkeiten für Fahrzeuge, Umkleidemöglichkeiten und sanitäre Anlagen durch die Ortsgruppe der Malteser in Brock zu gewährleisten. Auch das Anliegen einer gemeinsamen Schulungsmöglichkeit von Feuerwehr und Maltesern in einem noch neu zu errichtenden Feuerwehrgerätehaus in Brock ist zu berücksichtigen. Ebenso wie die Einrichtung eines Stellplatzes für den First Responder der Malteser im neuen Gerätehaus. An dieser Stelle sei allerdings noch eine mögliche Gegenfinanzierung der Malteser zu prüfen, heißt es in der Vorlage der Verwaltung.

Erweiterungsbau wird voraussichtlich rund 231.000 Euro kosten

Zur Erinnerung: Der eigentlich für den Ortsteil Brock vorgesehene Einsatzleitwagen passt aufgrund der Fahrzeuggröße nicht in die vorhandene Garage und ist deswegen aktuell ohne Funktion im Feuerwehrgerätehaus in Ostbevern untergebracht. In der jetzt beschlossenen Lösung nimmt der Anbau die bisherige Größe auf, was den Vorteil bietet, dass im hinteren Bereich der Halle weitere Umkleidemöglichkeiten für die Bröker Feuerwehrleute eingerichtet werden können. Die Kosten für den Erweiterungsbau belaufen sich auf rund 231.000 Euro. Dieser kann aufgrund der aktuellen Situation jedoch noch steigen.

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