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Bebauungsplan „Alte Schmiede“

Gutachten ermöglicht Wohngebiet

Ostbevern

Für je vier Pkw-Stellplätze muss ein Baum gepflanzt werden. Diese und weitere Vorgaben für den Bebauungsplan „Alte Schmiede“ beschlossen die Mitglieder des Umwelt- und Planungsausschusses. Abgeschmettert wurde hingegen der Vorstoß, dass Gebäude in West-Ost-Ausrichtung gebaut werden müssen.

Daniela Allendorf

Im nördlichen Bereich des Bebauungsplanes „Alte Schmiede“ entsteht ein „Allgemeines Foto: Daniela Allendorf

Ob die Rotbuche auf dem Grundstück an der „Alten Schmiede“ zum Naturdenkmal wird, steht noch nicht fest. „Wir haben den Kreis Warendorf diesbezüglich angeschrieben, haben aber noch keine Rückmeldung erhalten“, sagte Fachbereichsleiter Klaus Hüttmann in der Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses auf die Frage von Benedikt Beiers (Grüne). Er hatte eingangs nämlich noch einmal zu bedenken gegeben, dass die Wurzeln vermutlich das Ausmaß der Baumkrone haben und bei den Bauarbeiten entsprechend zu berücksichtigen sind. Man wolle verhindern, dass der Baum einfach so „weggemäht“ werde. Das habe man auf dem Schirm, so Hüttmann. Im Bebauungsplan sei der Baum ohnehin als „zu erhaltender Einzelbaum“ eingetragen.

Ansonsten hatte Klaus Hüttmann gute Nachrichten mitzuteilen: „Sowohl das Artenschutzgutachten, als auch das Lärmschutzgutachten liegen uns vor“, sagte er. Aus dem Artenschutzgutachtens würden sich keinerlei Probleme ergeben. Und das Lärmschutzgutachten komme zu dem Schluss, dass im Bereich der im nördlichen Bereich geplanten Bebauung alle Werte eingehalten werden, so dass für diesen Bereich nicht mehr – wie ursprünglich geplant – ein Mischgebiet eingetragen wird, sondern ein sogenanntes „Allgemeines Wohngebiet“.

Anregungen und Änderungswünsche vor der Offenlegung gab es aus dem Gremium allerdings doch noch. So regte Werner Stratmann (Grüne) an, dass festgeschrieben werden sollte, dass pro vier Pkw-Stellplätzen ein großkroniger Baum zu pflanzen sei, im Bereich der Parkplätze ein versickerungsfähiger Untergrund zu verbauen sei, sowie die Grundstücke mit Hecken an allen Grundstücksgrenzen einzufrieden seien. „Sonst haben wir wieder Stabgitterzäune mit Plastik drin. Das kann es nicht sein“, so Stratmann. Unterstützung gab es in puncto Hecken von Hubertus Hermanns (CDU), der feststellte, dass „die im Baugebiet Kohkamp III auch verpflichtend vorgesehen sind“. Gleiches gelte auch für das neue Gewerbegebiet West (WN berichteten), ergänzte Werner Stratmann. Schlussendlich gab es für das Thema Hecken elf Ja-Stimmen, drei Nein-Stimmen und eine Enthaltung. Damit sind die Grenzen mit Grün einzufrieden.

Auch über das versickerungsfähige Pflaster wurde schlussendlich positiv beschieden. Neun Ausschussmitglieder sprachen sich dafür aus. Zehn Stimmen und damit ebenfalls angenommen und im Bebauungsplan festzuschreiben sind die Bäume, die für je vier Stellplätze zu pflanzen sind.

Nicht durchsetzten konnte sich der Vorschlag von Martin Rottwinkel (Grüne). Er regte an, eine Firstausrichtung der im nördlichen Teil zu errichtenden Gebäude von West nach Ost vorzuschreiben, um so Photovoltaikanlagen zu ermöglichen. Dafür gab es Gegenwind von Elmar Möllenbeck (CDU), der eine solche Festschreibung nicht mittragen wollte. Eine Aussage, der sich neun weitere Ausschussmitglieder anschließen konnten, so dass eine Festschreibung der Ausrichtung nicht erfolgen wird.

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