1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Ostbevern
  6. >
  7. Höchster Standard ist das Ziel

  8. >

Loburg will Zertifikat als „Mint-EC-Schule“

Höchster Standard ist das Ziel

Ostbevern

Die Loburg macht sich auf den Weg, si h als „Mint-EC-Schule“ zu zertifizieren. Es ist der höchste Standard in diesem Bereich. Die Chancen stehen gut.-

Von und

Aktivitäten, wie beispielsweise der mehrtägige Besuch des Mint-Trucks, ergänzen das Angebot der Loburg. Foto: Loburg

Klimawandel, Digitalisierung, Nachhaltigkeit, künstliche Intelligenz (KI) oder Pandemiebekämpfung – das sind nur einige große Herausforderungen der kommenden Jahre. Eine mathematisch-naturwissenschaftliche Expertise im Mint-Bereich (Mint = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) wird daher in der Zukunft ganz besonders benötigt. „Das Angebot am Gymnasium Johanneum in diesem Bereich ist schon seit Jahren besonders umfangreich“, wird Mathematiklehrer Patrik Thelen in einer Pressemitteilung zitiert. Jetzt macht sich die Loburg auf den Weg, ihre Mint-Förderung weiter zu bündeln.

Dazu möchten sich die Verantwortlichen um Koordinator Dirk Folker als „Mint-EC-Schule“ zertifizieren lassen. EC steht dabei für höchste Standards in der Mint-Bildung. Es bietet die Möglichkeit, sich bundesweit mit anderen Schulen zu vernetzten und so einen Wissenstransfer zu und von anderen Einrichtungen zu gewährleisten. Besondere Leistungen werden mit Zertifikaten honoriert. Lehrkräfte erhalten Zugang zu speziellen Fortbildungen.

Entwicklung der Digitalisierung

Der Mint-Bereich steht nicht erst seit der rasanten Entwicklung der Digitalisierung im Fokus der Schulentwicklung. Die Loburg möchte jedoch nicht den Weg einer reinen Mint-Profilklasse in den Klassen fünf bis sieben gehen, sondern allen Schülerinnen und Schülern, die nach der Grundschule an die Loburg wechseln, eine besondere Förderung in diesem Bereich zukommen lassen.

Dafür wurden bereits zusätzliche Stunden in den Fächern Mathematik und Biologie in der Erprobungsstufe (Klasse fünf und sechs) eingeführt. Der gebundene Ganztag ermöglich diese Aufstockung gegenüber den vom Land NRW vorgesehen Stunden, so dass bereits hier ein vergrößertes Unterrichtsangebot vorliegt. Das Fach Informatik, das zum Schuljahr 21/22 neu in der Erprobungsstufe eingeführt wurde, wird darüber hinaus explizit in den Klassen fünf und sechs unterrichtet. In der Klasse fünf werden die Klassen sogar geteilt, damit zwei Lehrkräfte die Schüler im Bereich Informatik besonders individuell fördern können.

Außerhalb es Unterrichts

Neben den zusätzlichen Unterrichtsangeboten gehören an der Loburg auch viele Aktivitäten außerhalb des Unterrichts zur Mint-Förderung: Arbeitsgemeinschaften, wie die Roboter-AG, die Forscher-AG, die Garten-AG, die Chemie-Experimentier-AG, die Programmier-AG, die Zoo-AG, die Klima-Helden, die Technik-AG oder die Digi-AG beschäftigen sich bereits ab der Klasse fünf intensiv mit entsprechenden Themen. Das Lernen finde dabei nach Angaben der Schule sozusagen „nebenbei“ statt.

Darüber hinaus ergänzt eine Vielzahl an Exkursionen, Ausflügen oder anderen Aktivitäten und Orten außerhalb des Unterrichts das Programm bereits ab der Klasse fünf.

Regelmäßige Ausflüge zum „PhänomeXX“ nach Ahlen und zur Zooschule nach Münster sind nicht nur Gemeinschaftserlebnisse, sondern vor allem spannende Lernorte, an denen Mint-Themen in anderen Formen erlebbar gemacht werden. Im vergangenen Jahr 2021 stand im PhänomeXX zum Beispiel das Thema Informatik im Zentrum, während 2022 speziell die Nachhaltigkeit in den Blick genommen werden soll.

Angebote auf dm Schulgelände

Die Loburg selbst bietet auf ihrem weitläufigen Gelände vielfältige Möglichkeiten, Mint-Inhalte zu vermitteln: Schulgarten, Biotop, Schulzoo, grünes Klassenzimmer, Sinnesgarten, Streuobstwiese, der Lehrpfad mit seinen 28 Stationen oder der angrenzende Loburger Wald und die großen Parkanlagen auf dem weitläufigen Schlossgelände, bieten Gelegenheit zum Forschen, Entdecken und praktischen Lernen, so Unterstufenkoordinator Patrik Thelen.

Darüber hinaus biete die Loburg in allen Mint-Bereichen die Möglichkeit, bereits ab der Klasse fünf an Wettbewerben teilzunehmen – ob alleine, als Team oder gleich als ganze Klasse. In den Mint-Fächern nehmen Schüler des Gymnasiums derzeit an mehr als 20 Wettbewerben teil, angefangen vom Känguru-Wettbewerb im Fach Mathematik über Olympiaden, Experimentier- und Forscherwettbewerben bis hin zu den Bundeswettbewerben der einzelnen Fachrichtungen oder den Wettbewerben zur Förderung der Gesundheit und der Umwelt, wie dem Anti-Raucher-Wettbewerb („Be smart – don´t start!“). In diesem Jahr richtet die Loburg darüber hinaus wieder den Regionalentscheid des Roboter-Wettbewerbs des ZDI aus.

Singuläre Aktivitäten

Singuläre Aktivitäten, wie beispielsweise der mehrtägige Besuch des Mint-Trucks oder Workshops – zum Beispiel im Experimentierlabor „MExLab Physik“ der WWU in Münster – ergänzen das Angebot.

„Die Förderung der Mint-Fächer ist ein zentraler Baustein der Unterrichtsentwicklung an der Loburg. Das im aktuellen Schuljahr gestartete iPad-Projekt zur Ausstattung der Schülerinnen und Schüler mit iPads unterstützt diesen Prozess zusätzlich. Recherchen, Experimente, Analysen, Datenerhebungen, Kollaboration und vieles mehr stellen weitere wichtige Ergänzungen und Möglichkeiten, gerade im Rahmen eines modernen digitalen Unterrichts in den MINT-Fächern dar“, heißt es in der Mitteilung.

„Die Bewerbung der Loburg zur Mint-EC-Schule stellt daher nur den logischen nächsten Schritt dar, um die Mint-Förderung weiter auszubauen und zu institutionalisieren“, heißt es in der Mitteilung abschließend.

Startseite
ANZEIGE