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Einsatz am Samstagmittag in Ostbevern-Brock

Kaminbrand forderte die Feuerwehr

Ostbevern-Brock

Rund zwei Stunden lang waren die Freiwillige Feuerwehr Ostbevern und einige Mitglieder der Wehr aus Telgte am Samstagmittag bei einem Kaminbrand gefordert.

Von A. Große Hüttmann

Während mit der Drehleiter aus Telgte der Kamin gekehrt wurde, um die Brandnester zu beseitigen standen die übrigen Einsatzkräfte bereit, um im Notfall eingreifen zu können. Foto: Feuerwehr Ostbevern

Ein Kaminbrand hat die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr am Samstagmittag rund zwei Stunden lang gefordert. Denn da der Rauchabzug beim Eintreffen der ersten Kräfte bereits seit intensiv brannte und Flammen bis deutlich über das Hausdach zu sehen waren, sei es nach Auskunft von Einsatzleiter Nico Holtkemper bei der Brandbekämpfung zugleich wichtig gewesen, „vorsichtshalber alles für das Löschen des nahen Umfelds um den Kamin vorzubereiten“.

Neben den Mitgliedern des Löschzuges Ostbevern und aus Ostbevern-Brock wurden auch einige Kameraden aus Telgte alarmiert, die mit der Drehleiter anrückten. Das hatte den Grund, dass der Schornstein von oben gekehrt werden musste, um dem Brand und den damit verbundenen Glutnestern Herr zu werden. In Zusammenarbeit mit dem Bezirksschornsteinfeger, der ebenfalls zur Einsatzstelle gerufen wurde, wurde nach dem Eintreffen der Drehleiter der Rauchabzug von der Glut befreit.

Wasser ist übrigens bei Kaminbränden keine Alternative, so der Einsatzleiter. Denn durch die hohen Temperaturen verdampft das eingebrachte kühle Nass schlagartig. Aus einem Liter Wasser entstehen nach Messungen der Experten rund 1700 Liter Wasserdampf, die in einem solchen Fall im Kamin keinen Platz zum Entweichen haben. Das Ganze kann dann dem hohen Druck durch das plötzliche Verdampfen selten standhalten, und es besteht die Gefahr des Einsturzes oder sogar einer regelrechten Explosion.

Auch wenn der Kamin sehr intensiv gebrannt hat, Gebäudeschaden entstand nach Angaben der Feuerwehr nicht.

Die Löschgruppe Brock und der Löschzug Ostbevern waren mit insgesamt 24 Kameradinnen und Kameraden vor Ort. Aufgrund der Pandemielage waren zahlreiche Fahrzeuge vor Ort, denn die Mitglieder der Feuerwehr müssen auch in den Löschfahrzeugen Abstand halten und dürfen diese nicht im normalen Umfang mit Personal besetzen.

Nach gut zwei Stunden war der Einsatz beendet, und sämtliche Kräfte konnten wieder einrücken.

Bei der Alarmierung der Kräfte gab es eine weitere Besonderheit: Bedingt durch die noch nicht komplett abgeschlossene Baustelle an der Landesstraße zwischen Brock und Ostbevern wurde der Löschzug Westbevern automatisch durch die Leitstelle mit alarmiert. „Nach kurzer Absprache konnte die Mannschaft aus Westbevern wieder abrücken“, sagte Einsatzleiter Nico Holtkemper.

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