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„Triff den Bürgermeister“ in den Sommerferien

„Kann man hier all seine Sorgen loswerden?“

Ostbevern

Wünsche, Anregungen und Nachfragen – bei dem Angebot „Triff den Bürgermeister“ konnten die Ostbeverner auf dem Wochenmarkt genau das loswerden.

Von Daniela Allendorf

Viermal war Bürgermeister Karl Piochowiak (hinten) in den Sommerferien in Begleitung verschiedener Mitarbeiter der Verwaltung auf dem Wochenmarkt, um das Gespräch mit den Bürgern zu suchen. Weitere Termine und Angebote in dieser Hinsicht kann sich Piochowiak gut vorstellen. Foto: Daniela Allendorf

„Haben Sie alles bekommen, was sie wollen?“, fragt Bürgermeister Karl Piochowiak die ältere Dame, die gerade den Wochenmarkt verlässt. „Ja, so für eine halbe Woche bin ich versorgt“, lautet die Antwort. Einen Kaffee möchte die Frau an diesem Morgen nicht. Den wollen dafür aber viele andere. Und Karl Piochowiak schenkt den nur allzu gerne aus.

Denn bei einer Tasse Kaffee lässt es sich gut plaudern. Und das ist genau das Ziel Piochowikas, der die Ferien nutzte, um unter dem Titel „Triff den Bürgermeister“ mit den Ostbevernern ins Gespräch zu kommen. „Ich hatte seit November ja kaum die Chance, mit den Bürgern in Kontakt zu kommen. Keine Veranstaltungen. Keine Mitgliederversammlungen.“ Und die Bürger? Die finden das gut. „Es ist super gelaufen“, resümiert der Verwaltungschef und fügt hinzu: „Das Angebot wurde sehr positiv aufgenommen, und es gab viele Rückmeldungen.“

Es seien diese „Zufallsbegegnungen“, die einen lockeren Austausch ermöglicht hätten. So erzählt er von einem Ehepaar, dass zur Goldenen Hochzeit von der Gemeinde einen Glückwunsch per Post zugestellt bekommen hatte. „Eigentlich wollten sie sich schon schriftlich bedanken, aber dann haben sie gelesen, dass ich auf dem Markt stehe und sind vorbeigekommen.“ Doch es sind nicht nur solche Geschichten, die das Angebot für Piochowiak ausmachen. Viele Bürger kämen auch mit Wünschen, Anregungen und Nachfragen. Die Hemmschwelle sei, „wenn der Bürgermeister rausgeht“ einfach niedriger, als sich einen Termin im Rathaus geben zu lassen. Und „für die Anregungen habe ich immer meinen Block dabei“, zeigt Piochowiak auf den Tisch, auf dem auch der Kaffee steht. „Ich kann natürlich nicht versprechen, dass sich direkt die Welt verändert“, sagt der Verwaltungschef, der auch gleich hinterher schiebt, dass man so etwas im persönlichen Gespräch viel besser vermitteln könne, als wenn es auf dem Schriftwege erfolgt.

Noch einmal betont er, wie gut die Gespräche gelaufen sind. „Die waren wirklich zu 100 Prozent positiv, und man wird nicht angepöbelt, auch wenn mal Kritik geäußert wird“, sagt er, als Klemens Wansing vorbeikommt: Kann man hier all seine Sorgen loswerden?“, fragt der. Und schon ist Piochowiak in das nächste Gespräch vertieft.

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