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Erweiterung des Bauhofes

Kein Rückstau mit neuer Zufahrt

Ostbevern

Immer wieder gibt es brenzlige Situationen, wenn sich die Wartenden vor dem Recyclinghof in eine lange Warteschlange einreihen. Doch das soll künftig ein Ende haben. Mit dem Bau einer neuen Zufahrt, will die Politik das Problem jetzt endlich lösen.

Von Daniela Allendorf

Das Gelände des Baubetriebshofes soll erweitert werden. Außerdem soll entlang des Recyclinghofes eine neue Zufahrt entstehen, um den Rückstau auf der Westbeverner Straße zu reduzieren. Foto: Daniela Allendorf/Gemeinde Ostbevern

Eigentlich sollte nur der Sachstandsbericht der Verwaltung zur Kenntnis genommen sowie den Mehrkosten zur Erweiterung des Bauhofes in Höhe von 105 500 Euro zugestimmt werden. Doch nach der erneuten Vorstellung – erste Planungen für den Bauhof gab es bereits im September 2018 – durch Fachbereichsleiter Hans-Heinrich Witt, entzündete sich in der jüngsten Ratssitzung erneut eine Diskussion, um den Bau einer Straße zwischen dem Recyclinghof der AWG und dem neu geplanten Bereich des Bauhofes.

Als erster wies Jochem Neumann (Grüne) noch einmal auf die nicht tragbaren Zustände während der Öffnungszeiten des Recyclinghofes hin. „Schon ab vier oder fünf Fahrzeugen stehen die weiteren Autos im Straßenraum“, sprach er die seit langem schwierige Situation an der Westbeverner Straße an.

Zum Hintergrund: Immer wieder bilden sich im Bereich des Recyclinghofes lange Warteschlangen, die mitunter bis in den Kreisverkehr reichen. Anwohner berichten regelmäßig über brenzlige Situationen zwischen den Verkehrsteilnehmern an dieser Stelle. (WN berichteten). Ein Problem, das seitens der AWG allerdings nicht so gesehen wird, berichtete Kämmerer Dr. Michael König aus seinem letzten Gespräch mit den Verantwortlichen der AWG.

Eine Aussage, die auch Michael Füssel (CDU) nicht nachvollziehen kann. Er sei regelmäßig dort Kunde und „ich habe immer einen Rückstau erlebt“, sagte er und plädierte für die verlängerte Zufahrt zum Recyclinghof entlang des neuen Bauhofgeländes.

Knackpunkt: Da die AWG das Problem des Rückstaus nicht sehe – vor allem vor dem Hintergrund der jüngst eingeführten erweiterten Öffnungszeiten –, sei keine Bereitschaft da, die Kosten für eine neue Zufahrt zu tragen, erläuterte der Kämmerer. Lediglich den Vorschlag einer weiteren Öffnungszeit habe es gegeben. So könne sich die AWG vorstellen, den Recyclinghof in Telgte am Freitagnachmittag auch für Bürger aus Ostbevern zu öffnen. Alternativ könne über Öffnungszeiten am Montag oder Dienstag in Ostbevern nachgedacht werden.

Vorschläge, die bei den Ratsmitgliedern nicht für Begeisterungsstürme sorgten. Nach einer kurzen Kostenübersicht durch Hans-Heinrich Witt für den Bau einer neuen Zufahrt – diese werden sich auf rund 50.000 Euro belaufen – stimmte die Mehrheit der Ratsmitglieder in Ergänzung zu den eingangs erwähnten Mehrkosten für den Bauhof, für den Bau einer neuen Zuwegung zum Entsorgungsgelände.

Der Bauhof selber bekommt eine zusätzliche Fläche zwischen dem bisherigen Gelände und der Westbeverner Straße. Dort werden zwei Streusalzbehälter errichtet sowie eine Remise für die bauhofeigenen Fahrzeuge, die zurzeit noch draußen stehen und der Witterung ausgesetzt sind. Nach aktuellem Stand belaufen sich die Kosten dafür auf rund 415 500 Euro.

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