1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Ostbevern
  6. >
  7. Künftig kein Stau bis zum Kreisel

  8. >

Situation am Recyclinghof soll sich ändern

Künftig kein Stau bis zum Kreisel

Ostbevern

Das Thema ist ein altbekanntes: Immer wieder bilden sich Staus vor der Einfahrt zum Recyclinghof. Schon lange ein Dorn im Auge der Politik. Doch das soll sich nun ändern.

Von Daniela Allendorf

Immer wieder bereitet die Zufahrt zum Wertstoffhof Probleme. Das soll sich nun ändern. Foto: Jochem Neumann

„Wir sollten das nutzen, was wir haben“, sagte Sebastian Meyberg (SPD), als es im Haupt- und Finanzausschuss kurz vor Weihnachten um die Zufahrt zum Recyclinghof ging. Auch Werner Stratmann (Grüne) plädierte gleich eingangs dafür, dass die schon vor geraumer Zeit neu geschaffene Zufahrt zur Regelzufahrt werden solle.

Das Problem, das hinter diesen Aussagen steckt, ist ein altbekanntes und leidiges Thema in der Politik. Immer wieder kommt es am Recyclinghof zu langen Warteschlagen und Staus. Vor allem bis in den Kreisverkehr zur Westumgehung (WN berichteten). Ein Umstand, der sich trotz zusätzlicher Zufahrt, die bisher im Bedarfsfall geöffnet werden sollte, und erweiterter Öffnungszeiten nicht verbessert hat.

Auch als der Recyclinghof am Mittwoch zwischen den Feiertagen geöffnet hatte, nutzten zahlreiche Ostbeverner das Angebot, Abfall zu entsorgen. Und wieder kam es zu einer deutlichen Staubildung und der Behinderung des Verkehrs. Immer wieder kommt es so zu brenzligen Situationen. Sei es durch Überholmanöver – auch trotz durchgezogener Linie – oder im Zusammenhang mit Fußgängern oder Radfahrern, die am Straßenrand unterwegs sind.

Die Lösung soll nun die Nutzung der neu geschaffenen Zuwegung nordöstlich des Recyclinghofes sein. Allerdings entsteht bei einer intensiveren Nutzung der zusätzlich geschaffenen Zufahrt im hinteren Bereich an der Entsorgungsstelle für Grünabfälle ein Engpass. Stehen dort Fahrzeuge, womöglich noch mit Anhängern, die ihre Abfälle abladen, und fahren gleichzeitig mehrere Fahrzeuge auf den Hof, dann behindern diese sich gegenseitig.

Kämmerer Dr. Michael König (l.) und Alexander Reklin von der AWG überlegen, wie man die Situation am Recyclinghof bedrafsgerechter gestalten kann. Immer wieder bereitet die Zufahrt zum Wertstoffhof Probleme. Das soll sich nun ändern. Foto: Daniela Allendorf

Das soll sich nach Willen der Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises Warendorf (AWG) jedoch zeitnah ändern. So berichtete Kämmerer Dr. Michael König, dass Franz Krumtünger, Leiter Logistik und Infrastruktur bei der AWG, zugesagt habe, dass ein vergrößerter Zufahrtsbereich im hinteren Teil des Recyclinghofes geschaffen werden könne. Auch ein anderweitig genutzter Entsorgungscontainer könne anders platziert werden, um so mehr Raum zu schaffen. Das bedeutet aber auch, dass nun auch im hinteren Bereich eine Unterstellmöglichkeit für die Mitarbeiter geschaffen werden muss.

Alternativen zur Nutzung der neuen Zufahrt wären gewesen, aus Richtung Kreisverkehr kommend eine gesonderte Rechtsabbiegerspur einzurichten. Eine weitere Möglichkeit wäre die Zufahrt ausschließlich vom Dorf aus kommend zu ermöglichen. Zwei Lösungen, die von der Politik jedoch nicht wirklich in Betracht gezogen wurden. Und so spiegelten sich die in den eingangs getätigten Aussagen auch in der Abstimmung wieder.

Einstimmig beschlossen die Ausschussmitglieder, dass die neu gebaute Zufahrt künftig die Regelzufahrt wird. Was für Kosten in diesem Zusammenhang noch auf die Gemeinde zukommen, konnte Kämmerer Dr. Michael König allerdings noch nicht abschließend beantworten. Nur so viel: Die Erweiterung der Zufahrt auf dem Gelände des Recyclinghofes geht zulasten der AWG. Alles Weitere müsse man noch sehen, so König abschließend.

Startseite