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Teilnahme an Geschichtswettbewerb

Kurzfilme über „bewegte Zeiten“

Ostbevern

Ein besonderes Geschichtsinteresse zeigen die Schülerinnen Sarah Bröker und Merle Lück. Nun reichten sie bei einem bundesweiten Wettbewerb Beiträge ein – mit großen Erfolg.

Von Karl-Heinz Kock

Die Loburg-Schülerinnen Sarah Bröker (l.) und Merle Lück nahmen an einem bundesweiten Geschichtswettbewerb teil und gewannen Förderpreise des Landes NRW. Ihre Themen waren Frauen im Sport und der Bau des Ostbeverner Hallenfreibads. Foto: Eva Aumüller

„Schon im ersten Lockdown haben sie gut an geschichtlichen Themen gearbeitet“, zeigt sich Deutsch- und Geschichtslehrerin Barbara Winter beeindruckt. Während Schüler und Lehrer an der Loburg notgedrungen das Lernen auf Distanz einübten, fielen Sarah Bröker und Merle Lück durch besonderes Interesse an historischen Vorgängen auf.

Im zurückliegenden Schuljahr entschlossen sich die beiden jungen Ostbevernerinnen dann, an einem bundesweiten Wettbewerb teilzunehmen, der von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ausgeschrieben worden war. 3400 Pennäler reichten bis Ende Februar 2021 Beiträge zum Thema „Bewegte Zeiten – Sport macht Gesellschaft“ ein. „Dabei sollte es sich um ein historisch relevantes Thema handeln, das die Schüler in ihrem Umfeld erfahren haben. Der Anspruch war, dass die private Geschichte sich auf das historische Thema beziehen sollte“, erläutert Winter.

Kurzfilm „Gemeinsam zum Schwimmbad“

Sarah Bröker entschied sich für den 21-minütigen Kurzfilm „Gemeinsam zum Schwimmbad“, in dem anschaulich beschrieben wird, wie sich Bürger ihres Heimatortes in den 70er Jahren für den Bau des Ostbeverner Hallenfreibades einsetzten. „Im Schwimmbad hingen alte Fotos, meine Oma hat mir davon erzählt und ich wollte den Hintergrund wissen“, berichtet die Zwölfjährige von ihren Motiven, wie sie zur Themenauswahl gelangte. Sie wertete Ratsprotokolle, Zeitungsausschnitte, Fotos und Interviews mit Zeitzeugen aus. „Es war eine Menge Arbeit, an die Quellen zu kommen, aber ich fand es sehr spannend und es war eine schöne Erfahrung.“

Pionierinnen im Sport

Ihre Klassenkameradin Merle Lück (13), die im Verein Fußball spielt und Karate betreibt, kümmert sich in ihrem Video um „Frauen im Sport“. Sie beleuchtet die Lebensgeschichten von Pionierinnen in Sportarten wie Tennis, Golf und Turnen. Es geht um Vorurteile in damaligen Gesellschaften, um weiterhin bestehende Diskriminierungen und um positive Veränderungen im Sinne der sporttreibenden Frauen.

Beide Schülerinnen erhielten für ihre Beiträge Förderpreise des Landes NRW, eine Auszeichnung, die mit Urkunden und einem Geldpreis verbunden ist, und die zukünftigen Achtklässlerinnen mit einem guten Gefühl in die Sommerferien gehen lässt.

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