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Kinderbücherflohmarkt der Franz-von-Assisi-Schule

Lesemotivation fördern

Ostbevern

Die Idee entstand bereits vor vielen Jahren in der Schülerschaft. Jetzt lud die Franz-von-Assisi-Grundschule zum Kinderbücherflohmarkt ein. Mit großer Resonanz. „Es ist schön, dass man die Kinder so auch zum Lesen motivieren kann“, freute sich Schulleiterin Martina Lamour.

Von Anne Reinker

Viel los war beim Kinderbücherflohmarkt, bei dem Schülerinnen und Schüler unter anderem selbst gebackene Waffeln für den guten Zweck verkauften. Foto: Anne Reinker

Alle vier Jahre ruft die Franz-von-Assisi-Schule zum Kinderbücherflohmarkt auf. Und der sorgte jetzt für volle Parkplätze. Denn unzählige Kinder und Eltern nahmen daran teil oder machten sich als Besucher einen netten Nachmittag. Auch Dank des guten Wetters herrschte auf dem Schulhof reger Betrieb. Etliches an Literatur wechselte den Besitzer.

„Das Lesen ist ein wesentlicher Baustein aller Schulen“, sagte Schulleiterin Martina Lamour. Umso schöner sei es, dass die Idee vor mehreren Jahren ursprünglich von den Kindern gekommen sei, erinnerte sich Lamour noch an den Anfang der Aktion. Auch jetzt waren die Mädchen und Jungen höchst motiviert, ihre gelesenen Bücher oder ausgedienten Hörbücher und Spiele gegen kleines Geld an andere Kinder weiterzugeben.

Kinder zum Lesen motivieren

Angekündigt wurde die Aktion vorab den Schülerinnen und Schüler der Ambrosius-Grundschule und den Kindergärten.

„Es ist schön, dass man die Kinder so auch zum Lesen motivieren kann“, freute sich Martina Lamour mit Blick über den Schulhof. Und auch der Umgang mit Geld und der Mut, einen Handel zu beginnen, werde so gefördert, sagte die Pädagogin.

Martina Lamour

Auf dem Areal hatten die Kinder ihre Decken mit den Kindermedien ausgelegt, 55 Verkaufsstellen kamen so zusammen. Die „Händler“ hatten sich klassenübergreifend zusammengetan. „Das war ganz gezielt so geplant“, erläuterte Lamour. Denn auch das sorge für ein Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Schülerschaft.

Die Idee, dieses Mal zusätzlich Waffeln zu backen und zu verkaufen, kam ebenfalls von den Kindern. Hinter dem Tresen standen höchst engagierte Kinder. Eine davon war Nele Bäumer-Klostermann. Viele Waffeln seien schon gebacken worden, sagte sie nach etwas einer halben Stunde Verkauf. Warum sie das macht? „Für die Kinder aus der Ukraine etwas zu tun, finde ich gut“, so die Neunjährige. Zudem war ihr die Freude an der Aktion anzusehen. Der Erlös des Waffelverkaufs ist für die Flüchtlingskinder gedacht, die nun in Deutschland angekommen sind, erklärte Martina Lamour.

Förderverein ist auch mit dabei

Samuel Kecel und Luca Digiacomo standen an der Kasse. „Wir haben uns direkt gemeldet, dass zu machen“, sagten sie. Ob die Käufer auch Geld spenden? „Ja, das kommt direkt in das Sparschwein“, so die Jungen.

Eine Schulaktion, von der alle Beteiligten profitieren konnten. Und auch der Förderverein der Schule brachte sich mit dem Verkauf von Brezeln und Getränken ein.

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