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Ohne Grundsicherung keine Baugenehmigung

Löschwasser aus dem Tank

Ostbevern

Die Versorgung mit Löschwasser ist – insbesondere in Brock – aktuell nicht zu 100 Prozent sichergestellt. Ein Teil der gesetzlich vorgeschriebenen Wassermenge wird über die Trinkwasserleitungen der Stadtwerke sichergestellt, der zweite Teil muss durch die Gemeinde abgedeckt werden. Um das zu erreichen, wird in Brock jetzt ein unterirdischer Löschwassertank installiert.

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Wasser marsch: Damit die Löschwasserversorgung sichergestellt ist, wird in Brock ein unterirdischer Tank installiert. Foto: Gemeinde Ostbevern

Für Einsätze der Feuerwehr hat die Gemeinde Ostbevern – so wie andere Kommunen auch – die Versorgung mit ausreichend Löschwasser sicherzustellen. Das bedeutet, dass über eine Dauer von zwei Stunden mit 48 Kubikmetern Wasser pro Stunde ein etwaiger Brand bekämpft werden kann.

Die Stadtwerke liefern über das Trinkwassernetz jedoch nur die Hälfte dieser Menge (WN berichteten). Die andere Hälfte muss durch die Gemeinde erbracht werden. Das ist derzeit – insbesondere im Ortsteil Brock – nicht gewährleistet. Das wirkt sich nicht nur auf den Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses aus, sondern auch auf weitere geplante Bebauungen. Der Kreis Warendorf als Genehmigungsbehörde könne ohne diese Grundsicherung keine Baugenehmigung für Wohnhäuser mit mehr als zwei Wohneinheiten erteilen.

Um dieses Problems Herr zu werden, hat die Gemeindeverwaltung in Kooperation mit der Feuerwehr beschlossen, unterirdische Löschwassertanks zu installieren. Ein solcher Tank sichert den Grundschutz im Umkreis von rund 300 Metern um die Entnahmestelle.

In Brock sei man da auf einem guten Weg, teilte Fachbereichsleiter Hans-Heinrich Witt mit. Es habe bereits Gespräche mit Grundstückseigentümern gegeben. Der favorisierte Bereich liegt unmittelbar an der Schmedehausener Straße. Aktuell werde in Absprache mit dem Eigentümer eine Baugrunduntersuchung durchgeführt.

Der in die Erde zu bringende Kunststofftank umfasst, nach ersten Planungen zunächst 50 Kubikmeter, „wäre aber auch erweiterbar“, sagte Witt. Im Haushalt sind für die Maßnahme bereits Mittel in Höhe von 65 000 Euro eingestellt. Aktuell rechnet Witt allerdings nur mit Kosten von rund 50 000 Euro.

Einstimmig votierten die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses für die Umsetzung dieser Maßnahme.

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