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Landtagsabgeordnete zu Besuch auf dem Hof Wonnemann

„Müssen wieder Geld verdienen“

Ostbevern

Die CDU-Landtagsabgeordneten Bianca Winkelmann sowie Daniel Hagemeier besuchten jetzt den Hof Wonnemann und besprachen dort die aktuelle kritische Situation, in der die Landwirte derzeit stecken.

Die CDU-Landtagsabgeordneten Foto: Büro Hagemeier

„Die Stimmung und die wirtschaftliche Lage sind so schlecht wie lange nicht mehr“, sagte Alfons Wonnemann. „Bei dem einen oder anderen liegen die Nerven blank“, so der Landwirt mit Blick auf schrumpfende Erträge und immer neue Auflagen nicht nur für seinen Betrieb in der Haselheide. „Wie liefern hochwertige Lebensmittel und sind aktuell froh, dass wir zeitnah unsere Rechnungen bezahlen können“, fügt er hinzu.

Die Sorgen und Nöte der heimischen Landwirtschaft waren jetzt Thema bei einem Treffen von Bianca Winkelmann mit 15 Landwirten auf dem Hof Wonnemann. Winkelmann ist selber Landwirtin und als Landtagsabgeordnete fachpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion für die Bereiche Bereiche Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz. Vermittelt worden war die Begegnung vom heimischen Landtagsabgeordneten Daniel Hagemeier: „Wir müssen miteinander reden und hören, wo vor Ort der Schuh drückt“, wird Hagemeier im Pressebericht zitiert.

„Es muss sich dringend etwas ändern, damit die Betriebe wieder Geld verdienen. Sonst gibt es einen Strukturbruch, wie wir ihn noch nie erlebt haben“, sah nicht nur Martin Walbelder die aktuelle Lage auf vielen landwirtschaftlichen Familienbetrieben beim gut zweistündigen Austausch ausgesprochen kritisch. „Wenn das Spiel so weitergeht, haben wir nur noch industrielle Landwirtschaft und keine Familienbetriebe mehr“, wird Alfons Wonnemann weiter zitiert.

Und auch Sohn Steffen, derzeit im zweiten Lehrjahr zum Landwirt und perspektivisch nächster Hofleiter auf dem Familienbetrieb ist, macht sich seine Gedanken: „Man fragt sich manchmal, wofür man die Ausbildung absolviert.“

Dieselrückvergütung, der Verfall der Erzeugerpreise, die Wettbewerbsfähigkeit im europäischen Vergleich, eine mögliche Ausstiegsprämie und die Korridore der geplanten Hochspannungsleitungen von Nord nach Süd, die Ostbevern kreuzen sollen, waren nur einige Thema des Austausches.

„Als Politik können wir den Ferkel- oder Mastschweinepreis nicht beeinflussen“, stellte Bianca Winkelmann klar. Sehr wohl aber müsse man schauen, dass die Rahmenbedingungen passten. Es dürfe keine Eingriffe ohne Ausgleich geben“, sagte Daniel Hagemeier. Dies sei auch die klare Linie der CDU-Fraktion in Düsseldorf. Zudem müsse man die Rolle des Landwirts als Energiewirt noch mehr in den Blick nehmen und ermöglichen, dass sich Betreibe mit Biogasanlagen, die mit Gülle und Mist betrieben würden, ein zusätzliches Standbein aufbauen könnten. Für Winkelmann und Hagemeier ist das auch ein wichtiger Beitrag zur Energiewende, stehe Strom aus Biogasanlagen schließlich auch zur Verfügung, wenn kein Wind wehe und die Sonne nicht scheine.

„Eine nachhaltige und am Tierwohl orientierte Landwirtschaft fördern wir mit 381 Millionen Euro im kommenden Jahr, klimafeste Wälder mit 133 Millionen Euro, Insektenschutz und Artenvielfalt mit 44,5 Millionen Euro“, gaben die Landtagsabgeordneten Einblicke in den Landeshaushalt 2022.

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