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Abschluss des zweijährigen Projektes „Ostbevern bioinspirativ“

Natur und Wissenschaft vereint

Ostbevern

Nach zwei Jahren, in denen an verschiedenen Stellen Natur und Wissenschaft verknüpft wurden, wurde das Projekt „Ostbevern bioinspirativ“ beendet.

Von Anne Reinkerund

Herbert Voigt (5.v.l.) berichtete den Interessierten über die Artenvielfalt in Siemanns Garten.Ulrike Jasper, Lena Wobido und Willi Bauhus (v.l.) begrüßten zahlreiche Gäste zur Abschlussveranstaltung von „Ostbevern bioinspirativ“. Foto: Anne Reinker

Zwei Jahre ist es her, dass das Projekt „Ostbevern bioinspirativ“ startet, das im Rahmen des Bundesprogramms für ländliche Entwicklung gefördert wird. Gemeinsam machten sich Ostbeverner sowie Kooperationspartner der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster mit insgesamt sechs verschiedenen Aktionen auf den Weg, Natur und Wissenschaft zu verbinden. Am Sonntag fand mit einem Nachmittag für alle Beteiligten auf dem Hof Siemann der offizielle Abschluss des Ganzen statt.

Verschiedene schwerpunktbezogene Workshops waren Teil von „Ostbevern bioinspirativ“. Studenten und Wissenschaftler gingen mit Interessierten aus der Bevergemeinde auf vielfältige Weise dem Thema nach, wie man beispielsweise Erkenntnisse aus der Natur für wissenschaftliche Entwicklungen nutzen kann.

Neben kreativen Angeboten, einem Webseminar und Exkursionen gab es auch einen Fotowettbewerb, dessen Sieger – den ersten Platz belegte Kai Drilling – im Rahmen der Abschlussveranstaltung gekürt wurden.

Dazu waren insgesamt 70 makroskopisch aufgenommene Fotografien eingegangen, wie Ulrike Jasper von der Gemeinde Ostbevern berichtete. „Es war schon sagenhaft, was die Leute alles entdeckt haben“, freute sie sich über die Bilder.

Als ein „schönes Zusammenspiel von Kunst und Wissenschaft“ beschrieb Willi Bauhus, Leiter der Arbeitsstelle Forschungstransfer der Uni, in seinem Grußwort die Kooperation mit Martina Lückener. Letztere widmete sich mit ihren „Schattenkrampf“-Figuren dem Thema Mutterkorn. Das Ganze mündete in ein Buch, das präsentiert wurde.

Insgesamt zeigte sich Bauhus angesichts der vielen Aktionen begeistert: „Es ist toll, was trotz Corona zustande gekommen ist“, meinte er.

Was das alles war, rief Projektkoordinatorin Lena Wobido noch einmal in Erinnerung, etwa eine Aktion auf dem Hof von Paul Verenkotte oder eine Herbstexkursion im Wald.

Annette Siemann und Herbert Voigt, ehemaliger Leiter des botanischen Garten Münster, berichteten über die Pflanzenvielfalt, die der Siemannsche Garten hergibt und welche Erkenntnisse aus den Gewächsen für die Wissenschaft nutzbar sein können. „Die Idee ist, dass man sich die Natur für technische Systeme heranziehen kann“, meinte Voigt.

Zufrieden mit dem zweijährigen Projekt zeigte sich auch Ulrike Jasper. „Es war ein guter Mix zwischen Bürgern und Studierenden“, sagte die Verwaltungsmitarbeiterin. Die gegenseitige Partizipation sei erfolgreich gelaufen. Man könne mit anderen Aktivitäten daran anknüpfen.

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