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Kinder- und Jugendcafé zieht Bilanz

Neues Motto: „Wir machen es möglich“

Ostbevern

Corona hat die Kreativität gefordert – im wahrsten Sinne des Wortes. So entwickelte das Team des Kinder- und Jugendcafés kurzfristig ein Konzept, um eine Art „Spielstadt“ in den Sommerferien anbieten zu können.

Anne Reinker

Trotz Corona gehörte eine besondere Form der Spielstadt zum aktuellen Angebot des Kinder- und Jugendcafés in Ostbevern. Foto: Jugendcafé

Ein anstrengendes Jahr liegt hinter den Mitarbeitern des Kinder- und Jugendcafés. Denn die Corona-Pandemie erforderte Flexibilität, und die gab es. Es gelang sogar, kurzfristig ein Ersatzangebot für die ausgefallene Spielstadt auf die Beine zu stellen und so die Eltern zu entlasten.

Im gesamten Kreis sei die Ostbeverner Einrichtung die einzige ihrer Art gewesen, die durchgehend zu den regulären Öffnungszeiten für die Kinder und Jugendlichen da war, berichtet Attila Repkeny. Er sei zwei Wochen vor den Sommerferien von der Rektorin der Franz-von-Assisi-Schule angesprochen worden, die „Eltern hatten Sorgen, wie sie ihre Kinder unterbringen sollen“, so der Jugendpfleger.

„Mit dem Team haben wir dann ein Konzept erstellt“, führt Repkeny aus. Es wurde eine dreiwöchige Notbetreuung in der Ambrosius-Grundschule sowie die Öffnung des Kinder- und Jugendwerks „super kurzfristig organisiert“. Großes Lob habe das Team dafür von den Rektorinnen beider Grundschulen bekommen. „Allen Beteiligten ist ein Stein vom Herzen gefallen“, berichtet Attila Repkeny von der Resonanz.

Unterstützung bekam das Team durch eine Gruppe Jugendlicher, die sich den Zeitraum für die Betreuung der Spielstadt frei gehalten hatten. So war es letztendlich möglich, dass 36 Kinder von etwa 14 Betreuern beaufsichtigt wurden und die Besucher des Jugendcafés von acht Helfern.

„Soweit es ging, haben wir alles draußen gemacht“, teilt Marius Böckenholt mit, der für die Notbetreuung in der Schule verantwortlich war. So wurden Buden im Wald gebaut, Sport getrieben und sich kreativ ausgelebt. „Eine große Palette, ähnlich wie in der Spielstadt“, so der Erzieher.

Stockbrotbacken am Lagerfeuer -- eines der Angebote im Sommerprogramm des Jugendcafés Foto: Jugendcafé

Für die Kinder seien die zur Zeit geltenden Verhaltensregeln wie selbstverständlich gewesen. „Die Abstandsregeln einzuhalten, war für sie kein Problem“, zeigte sich Böckenholt erleichtert.

„Eigentlich schließt das Jugendcafé danach“, erklärte Repkeny, dass dann Urlaubszeit für das Team geplant war. Dank dessen Einsatzbereitschaft habe man trotzdem die Angebote weiterführen können. Weitere organisatorische Herausforderungen gab es jedoch, weil der Boden des kompletten Js renoviert werden musste. Herausforderungen, denen sich die Mitarbeiter annahmen, jedoch immer „tagesaktuell reagieren“ mussten, so Repkeny. „Nun sind wir stolz, dass wir keine Woche geschlossen haben mussten“, freut er sich. „Wir haben gemerkt, dass wir eine große Stütze für Ostbevern sind.“ Die Eltern hätten großen Dank dafür ausgesprochen. „Wir gehen optimistisch in die Zukunft, das Jahr hat uns dafür trainiert“, sagt der Pädagoge. „Unser Motto ist jetzt: Wir machen es möglich.“

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