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Familie Fließ berichtet nach drei Monaten erneut über ihren Schulalltag zu Hause

Nur fünf Tage Schule in 17 Wochen

Ostbevern

Im Januar 2021 hat diese Zeitung schon einmal über Familie Fließ berichtet: Wie klappt es eigentlich mit dem Homeschooling? Jetzt – drei Monate später – gibt Marion Fließ erneut offene Einblicke in das Familienleben und Familienlernen. Enttäuscht ist sie von den Politikern. „Ich muss auffangen, was auf der Strecke bleibt – aber das geht letztendlich nicht“, sagt sie.

Bettina Laerbusch

„Das hätte ich auch nicht gedacht, dass ich mal mit meinen Kindern am Wohnzimmertisch male“, sagt Marion Fließ. Doch Til (M.) und Malte sitzen hier nicht zum Vergnügen mit Stiften und Malkasten zusammen. Sie sind im Kunstunterricht mit ihrer Mutter. Til hat die Aufgabe, ein neues Getränk zu erfinden und eine passende Dose dafür zu malen. Malte hat von der Schule die Aufgabe bekommen, eine „Bunte Schirmparade“ aufs Blatt zu bringen. Foto: privat

„Am Anfang habe ich mich sicher gefühlt, habe gedacht, wir leben in einem hoch entwickelten Land, unsere Politiker schaffen das schon. Jetzt merke ich, dass sie es nicht schaffen. Dadurch bin ich gehemmt. Ich merke, dass ich pessimistischer denke.“ Diese offenen Worte hat am Freitagmorgen Marion Fließ, Mutter von Malte (10) und Til (8) gesagt. Die beiden Jungs dürfen nächste Woche wieder in den Wechselunterricht. Ob die Woche darauf dieser Unterricht mit zwei beziehungsweise drei Tagen Präsenzunterricht je Kind in der Schule auch möglich sein wird, zweifelt Marion Fließ an. Die Inzidenzzahlen stiegen, und ob auch in der übernächsten Woche genügend Tests für alle Schüler da seien, sei fraglich. „Ja, ich bin entnervt“, sagt sie. Das Hin und Her bringe eine große Unruhe und Unsicherheit mit sich.

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