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Diskussion um die Entwicklung des Friedhofes im Ausschuss

Ökologie muss funktionieren

Ostbevern

„Ökologie muss nicht ansehnlich sein, sie muss funktionieren“, sagt Werner Stratmann (Grüne) und er meint damit die Aufwertung des Ostbeverner Friedhofes. Das Thema bestimmte jüngst die Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses. Ein konkretes Konzept liegt allerdings noch nicht vor.

Von Daniela Allendorf und Marie Molkenbur

Mehr Bäume, mehr Sträucher, mehr Stauden und mehr Blühstreifen – der Ostbeverner Friedhof soll ökologisch aufgewertet werden. So zumindest ist der Wille der Politik. Bis zu den Haushaltsberatungen soll ein Konzept mit einer entsprechenden Kostenschätzung vorgelegt werden. Foto: Daniela Allendorf

Die ökologische Gestaltung stand bei dem Ortstermin des Umwelt- und Planungsausschusses auf dem Friedhof zur Diskussion. Was ist möglich, was macht Sinn, welche Bereiche kommen in Frage? Damit beschäftigten sich die Beteiligten intensiv – um später in der Sitzung zu dem Ergebnis zu kommen, dass alle einer Meinung sind und in Sachen Aufwertung des Friedhofes an einem Strang ziehen wollen.

Sanierungsbedarf und Ausbaumöglichkeiten

Doch von vorne: Die Landschaftsgärtnerei Woltering und Ludger Preckel zeigten auf dem Friedhof anhand verschiedener Stationen den Sanierungsbedarf und Ausbaumöglichkeiten des Geländes auf. Erneuerungen sind besonders im Bereich der vielmals abgesackten Wege nötig und auch die unbefestigten Sandwege sollen zeitnah einen pflegeleichteren Belag erhalten. Des Weiteren wurden verschiedene Ideen vorgestellt, um der von den Grünen geforderten ökologische Gestaltung – sie hatten einen entsprechenden Antrag formuliert – Platz zu bieten.

So könnte eine größere Fläche im Eingangsbereich oder im hinteren linken Teil des Friedhofs beispielsweise mit ganzjährigen, insektenfreundlichen Stauden und Bodendeckern bepflanzt werden. Bei allen ökologischen Ambitionen sei es aber auch wichtig, die ästhetischen Ansprüche, besonders der ältere Generation, nicht zu vergessen, sagte Ludger Preckel.

Werner Stratmann (Grüne)

Bereits in vergangenen Ausschusssitzungen hatten besonders die Mitglieder der Fraktion der Grünen moniert, dass der Ostbeverner Friedhof immer mehr an Attraktivität einbüße, von einer ökologischen Aufwertung ganz zu schweigen. Ihren Antrag zur Erstellung eines Konzepts hielt die Fraktion aufrecht. Denn in den Augen von Werner Stratmann (Grüne) „kann man noch einiges machen“. Zwar habe man bereits vor drei Jahren ähnliches beschlossen – aber „da haben wir uns wirklich mehr vorgestellt“, so Stratmann weiter, für den bei diesem Thema klar ist: „Ökologie muss nicht ansehnlich sein, sie muss funktionieren.“ Diese Maßnahmen würden nicht nur die Aufenthaltsqualität und das Erscheinungsbild des Friedhofes verbessern, sondern auch das Kleinklima. Denn gerade Friedhöfe böten enormes ökologische Potenzial für eine größere Artenvielfalt.

Konzept und Kostenschätzung

Was gut klingt, hat jedoch einen entscheidenden Haken. Denn im Haushalt der Gemeinde für das laufende Jahr sind bis dato keine Mittel eingestellt. Die Verwaltung schlug vor, dieses Ansinnen im Haushalt 2023 aufzugreifen. So soll – auch wenn es keine einstimmige Entscheidung war – nun ein Konzept für die ökologische Aufwertung mit einer Kostenschätzung bis zu den Haushaltsberatungen aufgestellt werden. Gleiches gilt auch für die Sanierung der Wege auf dem Friedhof. Dafür gibt es nur eine grobe Kostenschätzung, bei der sich insgesamt 250 000 Euro auf die kommenden drei Jahre verteilen. In diesen drei Jahren sollen die Wege abschnittsweise saniert werden – zum Teil wird es neues Pflaster geben, andere Bereiche erhalten eine wassergebundenen Decke und in einigen Abschnitten werden die Sandwege aufgearbeitet. Für all das stellte der Ausschuss jetzt die Weichen, die endgültige Entscheidung fällt in der nächsten Ratssitzung.

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