Weniger Kinder in den Ostbeverner Kitas

Päckchen zum Abholen

Ostbevern

Deutlich weniger Kinder. Das ist eine erste Bilanz der Ostbeverner Kitas nach dem Beginn des Notbetriebes am Montag. Verunsicherung gibt es unter den Eltern nicht. „Aber eine Belastung für die Eltern ist das schon“, sagt Maria Jäger, Einrichtungsleiterin der Kita Bahnhofstraße.

Daniela Allendorf

Kann ich eine Betreuung zu Hause noch gewährleisten, oder nicht? Eine Frage, die sich angesichts der neuerlich im Notbetrieb befindlichen Kitas viele Eltern stellen müssen. Foto: dpa

Verunsicherung unter den Eltern angesichts der Umsetzung der Bundesnotbremse auch in den Ostbeverner Kitas? „Nein, aber eine Belastung für die Eltern ist das schon“, sagt Maria Jäger, Leiterin der Outlaw Kita an der Bahnhofstraße. Und auch für die Kinder sei die Situation nicht gut. „Die Kinder waren gerade wieder so richtig drin, und jetzt müssen sie schon wieder zu Hause bleiben“, sagt Jäger, die mit ihrer Einrichtung seit Montag nur eine Notbetreuung anbieten darf. Und trotz all der Belastung würden die Eltern ihrer Kita gut mitziehen. „Es kommen deutlich weniger Kinder“, sagt sie. Das gelte besonders für Montage. Dienstags, mittwochs und donnerstags sehe das ein klein wenig anders aus. „Das sind die Arbeitstage der Eltern, an denen sie keine Betreuung sicherstellen können“, erklärt Jäger. Trotzdem ist die Bilanz unterm Strich für die Kita Bahnhofstraße gut. „25 von 83 Kindern“, überschlägt die Einrichtungsleitung im Durchschnitt. „Aber es können ja noch wieder Kinder hinzukommen“, so Jäger.

Denn mit der „Bestätigung zur bedarfsorientierten Notbetreuung“ werden von den Eltern zunächst nur die Bedarfe in dieser Woche angegeben. „Ich vermute, dass es in der kommenden Woche wieder mehr Kinder werden“, sagt Petra Ohlbrock, Leiterin der Kita Zauberburg. Langfristig sei da die Entwicklung noch gar nicht abzuschätzen. Mit mindestens zwei Wochen „Notbetrieb“ rechnet auch Silvia Unländer von der Outlaw Kita am Grevener Damm. Schließlich müsse man mindestens fünf Werktage kreisweit unter einem Inzidenzwert von 165 liegen. Auch in ihrer Einrichtung seien die Anmeldungen deutlich zurückgegangen. „Die Eltern machen sich schon Gedanken, ob sie ihr Kind in die Einrichtung schicken oder lieber nicht“, erzählt sie. Am Montagvormittag habe das Telefon nicht stillgestanden.

Wie schon im Rahmen der vergangenen Phasen der Notbetreuung sollen die Einrichtungen auch dieses Mal regelmäßig Kontakt zu den Kindern und Eltern halten, die die Einrichtungen nicht besuchen. „Da sind wir noch in der Planung“, sagt Maria Jäger. Vermutlich werde man versuchen, die Betreffenden telefonisch zu erreichen. „Aber ob wir da alle bekommen, weiß ich auch noch nicht“, so Jäger weiter. Ebenfalls per Telefon wollen die Mitarbeiter der Kita Grevener Damm die Kinder zu Hause kontaktieren. Aber auch kleine Besuche an der Haustür gibt es dann und wann: „Zum Beispiel, wenn ein Kind Geburtstag hat“, sagt Silvia Unländer. Dann packe man ein kleines Päckchen und bringe es kurzerhand zu Hause vorbei.

Etwas kritischer sieht Petra Ohlbrock den Kontakt über das Telefon. Denn das sei zeitlich schlecht planbar, und auch beim Gegenüber könne es zweifelsohne nicht immer passen. Deswegen wird es in der Zauberburg wieder kleine Päckchen zum Abholen geben oder Bastel- und Bewegungstipps per WhatsApp-Nachricht.

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