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Bilanz zur Aktion des Kompostwerkes

Rote Karte für 113 Tonnen

Ostbevern

Eine bessere Qualität des Komposts und die Sensibilisierung der Bürger für die Abfälle, die in die Biotonne gehören – das war das Ziel der Kontrollen der Biotonnen durch AWG und Gemeinde Ostbevern. Von 1328 kontrollierten Tonnen bekamen am Ende 113 einen roten Anhänger und damit das Zeichen, dass sie komplett falsch befüllt waren. Diese Tonnen wurden auch nicht abgefahren.

An den meisten Biotonnen hinterließ das Aktionsteam einen grünen Anhänger und sagte damit „Danke“ für das vorbildliche Trennen. Hier (kleines Bild) war leider fast gar nichts „bio“: Die Tonne bekam einen roten Anhänger und wurde nicht abgefahren. Ein Kreislauf, dessen Bestandteil guter Kompost ist, ist mit diesem Tonneninhalt nicht möglich. Foto: AWG

Mehrere Wochen war ein Aktionsteam in Ostbevern unterwegs und dabei auf der Suche nach so genannten Störstoffen, die in der Biotonne nichts zu suchen haben. Die Aktion des Kompostwerks in Zusammenarbeit mit der AWG (Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises Warendorf) und der Gemeinde Ostbevern soll am Ende eine bessere Kompostqualität hervorbringen. Jetzt ziehen die Beteiligten Bilanz, bevor es dann stichprobenartig weitergeht.

Nach dem Ampelprinzip galt bei der Biotonnen-Aktion: grün – alles in Ordnung, gelb – es könnte besser sein, rot – sehr viele Störstoffe, die Tonne wird nicht abgefahren und muss nachsortiert werden. Von den 1328 in Augenschein genommenen Biotonnen bekamen 1083 Stück (81,55 Prozent) einen grünen Anhänger: Sie waren vorbildlich sortiert.

In den 132 Biotonnen, die einen gelben Anhänger bekamen, waren vor allem Plastiktüten das Problem. Weder „normale“ Plastiktüten, noch solche, deren biologische Abbaubarkeit gegeben ist, dürfen im Kreis Warendorf in die Biotonne. Der Grund: Sie alle müssen kostenintensiv aussortiert werden, was trotz modernster Technik nicht immer ganz gelingt. Verbleibende Plastikteile und Kunststofffetzen, die im Verarbeitungsprozess im Kompostwerk immer kleiner werden, verunreinigen am Ende den Kompost und landen im Garten und auf Feldern. Das gilt auch für die „biologisch abbaubaren“ Tüten. Der Abbau dauert wesentlich länger als die Verarbeitung des Biomülls im Kompostwerk.

Rote Anhänger gab es in Ostbevern auch. 113 Tonnen wurden im Verlauf der Aktion damit gekennzeichnet und daraufhin nicht abgefahren. Der Inhalt dieser Tonnen war für eine Verarbeitung im Kompostwerk nicht mehr geeignet, teilweise erinnerten die Behälter an Restmülltonnen.

Die Biotonnen-Aktion wird in den kommenden Monaten in Stichproben weitergeführt.

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