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Kirchengemeinde St. Ambrosius überweist 35 000 Euro nach Nyundo

Ruanda ist auf Hilfe angewiesen

Ostbevern

35 000 Euro hat die Kirchengemeinde St. Ambrosius nach Nyundo in Ruanda überwiesen.

wn

Foto: privat

Nach dem Aufruf im Pfingstpfarrbrief der Kirchengemeinde St. Ambrosius und im Rahmen einer besonderen Kollekte für Nyundo kamen in kurzer Zeit über 21.000 € an Spenden zusammen, die dann auf 35.000 € aufgestockt werden konnten. Durch eine großzügige Spende von außerhalb konnte dieser ansehnliche Betrag dann in der letzten Woche angewiesen werden.

Die Situation in Ruanda ist weiterhin angespannt, wie uns Adrienne Mukamitali mitteilt. Vor allem in den zwei Distrikten Gisenyi und Rubavu im Westen Ruandas, zu denen auch das Bistum Nyundo gehört, sind die Infektionszahlen gestiegen. Dies wird auf die Nähe zu den kongolesischen Zentren Goma und Bukavu zurückgeführt. Die Distrikte wurden gesperrt und es gilt weiterhin eine Ausgangssperre von 21 Uhr abends bis 5 Uhr morgens.

Alle Geschäfte, Märkte, Hotels sowie Restaurants sind zwar geöffnet - es gelten die Hygienevorschriften, die Abstandsregelungen und das obligatorische Tragen von Masken. Bars bleiben weiterhin geschlossen. Verständlicherweise fehlen aber Besucher und Gäste, da die Grenzen zu Ruanda weiterhin für Ausländer komplett geschlossen sind. Angestellte im öffentlichen und privaten Sektor machen, wenn möglich, Home-Office. Der öffentliche Nahverkehr kann genutzt werden, so Adrienne.

Alle Schulen und Universitäten bleiben weiterhin bis Anfang September geschlossen - dies trifft die Beschäftigten bei privaten Trägern, auch den kirchlichen Trägern, besonders hart, da die dort angestellten Lehrer*innen und Verwaltungsmitarbeiter*innen für diese Zeit entlassen worden sind. Für die öffentlich Angestellten zahlt die Regierung zwischen 40% und 60 % des Gehaltes.

Für viele Menschen und Familien bleibt die Einkommenssituation deshalb prekär. Gerade für die Ärmsten in den Bergen ist die Situation weiterhin sehr schwierig. Sie sind auf Lebensmittelspenden und Unterstützung angewiesen, da die meisten derzeit keinerlei Einkünfte durch Tagelohntätigkeiten haben. Von daher ist Adrienne Mukamitali, die Kontaktperson für die Kirchengemeinde St. Ambrosius, sehr dankbar, dass sie mittlerweile zum zweiten Mal während der Pandemie die Möglichkeit hat, dort mit Lebensmitteln, Gesichtsmasken und Hygieneartikeln zu helfen, wo es am nötigsten ist.

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