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Maßnahmen gegen Eichenprozessionsspinner

Schädlinge werden eingenebelt

Ostbevern

Bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners fährt die Gemeinde Ostbevern zweigleisig.

Die Gemeinde geht gegen die Eichenprozessionsspinner vor, zum einen mit einem mikrobiologischen Wirkstoff, zum anderen mit der Hilfe natürlicher Fressfeinde. Foto: Gemeinde Ostbevern

Die haarigen kleinen Raupen sind wieder auf dem Vormarsch. Schon in den Vorjahren war der Eichenprozessionsspinner, dessen lange Brennhaare unangenehme allergische Reaktionen auslösen können, vermehrt im Ostbeverner Ortsgebiet vorzufinden.

Zum Schutz der Bürger und um einer weiteren Ausbreitung vorzubeugen, sind die Mitarbeiter des Ostbeverner Bauhofes in Zusammenarbeit mit einer Fachfirma unterwegs, mehrere hundert Eichenbäume mit einem mikrobiologischen Präparat zu besprühen. Mit einem modernen Vernebelungsgerät werden die Eichenblätter mit einem Wirkstoff benetzt, der bei einer Nahrungsaufnahme für die Raupen tödlich wirkt. Zudem stellt sich in kürzester Zeit ein Fraß- und Entwicklungsstopp bei den Schädlingen ein, so dass sich die gefährlichen Brennhaare nicht mehr ausbilden können. Für Bienen, Schmetterlinge und andere Nützlinge ist das Mittel aber ungefährlich, heißt es von der Gemeinde.

Bei den Bäumen, die besprüht werden, handelt es sich überwiegend um Eichen, die bereits in den Vorjahren immer wieder stark befallen waren und die in der Nähe von Spielplätzen, Schulhöfen, Kindergärten, Hauptwegen auf Friedhöfen und stark frequentierten Straßen stehen – also Orte, an denen die Haare des Eichenprozessionsspinners besonders viele Menschen erreichen können. Zusätzlich zum Sprüheinsatz setzt die Gemeinde bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners aber auch auf natürliche Unterstützung. Genauer gesagt auf die von heimischen Vogelarten und Fledermäusen. Denn die haben Raupen bekanntlich zum „Fressen“ gerne.

Rund 60 Nistkästen für Meisen und Fledermäuse, die im vergangenen Jahr vom Kinder- und Jugendwerk im Rahmen eines Workshops gebaut wurden, hängen weiterhin verteilt über das Gemeindegebiet. Sie sollen dabei helfen, dass sich Vögel und Fledermäuse fleißig vermehren, um dann den haarigen Raupen und den Faltern, die sich daraus entwickeln, den Garaus zu machen.

Nicht mehr zum Einsatz kommen dagegen sogenannte EPS-Fallen. Deren Wirksamkeit hatte die Gemeinde im vergangenen Jahr an zwei Stellen getestet. Doch die Fallen, die den Eichenprozessionsspinner mittels eines Lockstoffes in einen Beutel locken sollte, erwiesen sich als wirkungslos.

Sofern ein Eichenprozessionsspinner-Befall von Bäumen auf Privatgrundstücken festgestellt wird, sind die Eigentümer für die Beseitigung der Raupen selbst verantwortlich. Das Ordnungsamt rät dringend dazu, Fachfirmen mit der Bekämpfung der Schädlinge zu beauftragen. Adressen können der Homepage der Gemeinde entnommen oder im Rathaus unter

 0 25 32/82 18 erfragt werden.

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