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DRK informiert über Maßnahmen im Notfall

Schnelles Handeln ist bei Schlaganfall extrem wichtig

Ostbevern

Wie kann man einen Schlaganfall erkennen? Das war ein wichtiges Thema eines Info-Abends, zu dem das DRK eingeladen hatte. Es ging um schnelle Hilfsmaßnahmen im Notfall.

Sofia Stockhorst erläuterte den zahlreichen Besuchern Maßnahmen, um in Notfällen Erste Hilfe leisten zu können. Foto: Anne Reinker

„Was müsste ich tun, wenn…..?“ Mit dieser Frage waren die Interessierten am Dienstag in die DRK-Unterkunft gekommen, um sich beantworten zu lassen, wie in medizinischen Notfällen schnell und richtig gehandelt wird. Denn der Augenblick kann kommen, dass ein Unglücksfall eintritt und man sein Erste-Hilfe-Wissen abrufen muss.

Das eine kühlende Salbe oder – ein altes Hausmittel – aufgeschnittene Zwiebel bei einem Insektenstich helfen kann, wird den meisten wohl bekannt sein. Aber eine Verstauchung, eine tiefe Wunde oder gar der Verdacht eines Schlaganfalls? Da hört es mit Hausmittelchen wie auch dem Wissen bei den meisten dann schon auf.

Sofia Stockhorst leitete den Abend, der auf große Nachfrage stieß – sehr zur Überraschung der Organisatoren: 20 Anmeldungen gab es. Die Interessierten konnten vorab äußern, welches Themenfeld besonders gefragt war. So berichtete die Rotkreuzleiterin und Rettungssanitäterin zum Beispiel über muskuläre Verletzungen, die häufig beim Sport auftreten. Die richtige Reaktion erst einmal: Pause machen. Dann steht Kühlen auf dem Plan, eine Kompression gegen das Anschwellen sowie das Hochlegen des Beins oder des Arms helfen zusätzlich. Und letztendlich sollte der Arzt aufgesucht werden. Wie eine Wunde behandelt werden sollte, lernten die Anwesenden in der Praxis mit dem Anlegen eines Druckverbandes.

Wie kann man einen Schlaganfall erkennen? Das Thema war im Weiteren Gegenstand des Abends. Dabei gilt die sogenannte „FAST“-Maßnahme, bei der man beim Betroffenen prüfen soll, ob die Gesichtsbewegungen möglich sind. Das Zusammenführen der Arme bei geschlossenen Augen wie auch das Nachsprechen von Sätzen sind weitere Aspekte. „Wenn nur ein Punkt davon zutrifft, muss der Rettungsdienst gerufen werden“, erklärte Friedolin Sicking, unter anderem im DRK-Bereitschaftsdienst tätig. „FAST“ steht dabei für die Anfangsbuchstaben der Worte „Face“ (englisch für Gesicht), „Arms“ (Arme), „Speech“ (Sprache) und „Time“ (Zeit).

„Denk daran, der Nächste, der Hilfe braucht, ist wahrscheinlich jemand aus der Verwandtschaft“, betonte Friedolin Sicking. Das könnten die Kinder sein oder auch die Eltern, die plötzlich Hilfe benötigen. „Und wenn man dann nicht helfen kann...“.

Eine der Teilnehmenden war Anne Brandes, die die Aktion des DRK und vor allem die Leiterin Sofia Stockhorst lobte: „Das wurde sehr souverän gemacht“, sagte Brandes. „Gut, dass man jetzt weiß, wie man schnell reagieren kann“, fügte sie hinzu. „Die meisten Sachen passieren im direkten Umfeld, das kann an jedem Tag so sein“, meinte auch sie.

Ein Abend, bei dem auch weitere Themen durchgesprochen werden, wurde von mehreren Teilnehmern gewünscht. Dem möchte man nachkommen, stellte Friedolin Sicking in Aussicht.

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