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Pandemie lässt den Vereinen kaum eine Wahl

Schützenfeste: Zweite Absage in Folge droht

Ostbevern

Vieles deutet darauf hin, dass auch in diesem Jahr die fünf Schützenfeste in Ostbevern abgesagt werden müssen. Die Westfälischen Nachrichten verschafften sich bei den Vereinen vor Ort einen Überblick über den Stand der Dinge.

Karl-Heinz Kock

Solche Bilder wie hier beim Fest 2019 des Schützenvereins Westbevern-Brock wird es vermutlich auch in diesem Jahr nicht geben. Foto: Archiv

Vieles deutet darauf hin, dass auch in diesem Jahr die fünf Schützenfeste in Ostbevern abgesagt werden müssen. Die Westfälischen Nachrichten verschafften sich bei den Vereinen vor Ort einen Überblick über den Stand der Dinge.

„Ja, es wird ausfallen“, sagt Thomas Große Stetzkamp, der Vorsitzende des Schützenvereins Loburg. „Wir im Vorstand sehen keine Perspektive für eine Großveranstaltung. Es macht keinen Sinn. Eine Corona-konforme Ausrichtung ist utopisch.“ Auch eine Verlegung sei im Verein kein Thema. Der „Loburger Schützenbote“ werde aber auch 2021 erscheinen – allerdings mit einer anderen Themenauswahl und geringerer Seitenzahl. Zudem werden die Mitglieder über einen WhatsApp-Newsletter auf dem Laufenden gehalten.

Werner Dieckmann

Beim Schützenverein Westbevern-Brock ist noch keine Entscheidung gefallen. Da die Bröcker jedoch fast zeitgleich mit den Loburgern Mitte Mai gefeiert hätten, stehen auch hier die Chancen schlecht. „Zu 99 Prozent wird das nix“, schätzt Werner Dieckmann die Lage realistisch ein. Fest steht derweil, dass die für Anfang März geplante Generalversammlung nicht stattfindet und verschoben werden muss. „Die Leute warten schon darauf, was unternehmen zu können, aber wir bestimmen nicht wann“, so der Vereinschef.

Paul Verenkotte

Für die Bürgerschützenbruderschaft St. Ambrosius hätte der Höhepunkt des Jahres am 3. Juni beginnen sollen, aber auch hier klingt die Einschätzung ähnlich. „Wir wissen es noch nicht und haben im Vorstand noch keine Entscheidung getroffen, aber ich kann es mir nicht vorstellen“, sagt Paul Verenkotte als zweiter Vereinsvorsitzender. „Wir sind in keine Planung eingestiegen.“ Eine Verlegung werde es nicht geben. „Wenn überhaupt, dann treffen wir uns im Herbst vielleicht draußen zu einer Art Biwak, um ein bisschen zu quatschen. Und ich kann mir auch noch nicht so richtig vorstellen, dass wir 2022 so feiern wie vor zwei, drei Jahren.“

Am ersten Sonntag im Juli treffen sich normalerweise die Rengeringer Schützen zu ihrem Fest. „Gefühlt wird das nichts. Eine Verlegung ist eigentlich kein Thema. Unsere letzte gemeinsame Veranstaltung war das Winterfest vor einem Jahr. Das Vereinsleben liegt derzeit auf Eis“, berichtet der Vorsitzende Jürgen Hohenkirch.

Andreas Kampelmann

Noch eine Woche später kommt man zu normalen Zeiten beim Schützenverein Brock-Nord zur Ermittlung des neuen Schützenkönigs zusammen. „Für 2021 ist noch keine Entscheidung gefallen, aber wie ich die Sachlage sehe, werden wir im Juli noch nicht wieder feiern können. Es wäre schön, wenn wir es hinkriegen würden, aber wenn die anderen vier Vereine aus Ostbevern ihre Schützenfeste absagen, können wir nicht feiern“, sagt der Vorsitzende Andreas Kampelmann. „Wir sind ein gemischter Verein aus Alt und Jung. Es gibt keinen Mitgliederschwund. Auch finanziell hätte eine Absage keine Auswirkungen. Vielleicht können wir in diesem Jahr ja das Erntedankfest größer anbieten. Aber ich befürchte, dass wir auch unser erstes Fest nach Ende der Pandemie nicht wie bisher feiern können, sondern mit mehr Auflagen versehen werden.“

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