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Sternsinger besuchen zahlreiche Haushalte

Segen mit Kreide oder Aufkleber

Ostbevern

Auch in der Bevergemeinde waren die Sternsinger unterwegs. Rund 65 zogen als Könige und Königinnen von Haus zu Haus, um den Segen zu bringen und Geld für Kinder in aller Welt zu sammeln. Unterstützung gab es von der Leiterrunde der Messdiener.

Von Marie Molkenbur

In Ostbevern und Brock waren zahlreiche Kinder unterwegs und brachten den Segen zu den Häusern. Foto: Marie Molkenbur

20*C+M+B*23, die Kurzformel des Segens, soll allerdings nicht wie vielfach angenommen auf die (fiktionalen) Namen der drei Könige hindeuten. Stattdessen stehen die drei Buchstaben für den lateinischen Segensspruch „Christus mansionem benedicat“, also auf Deutsch „Christus segne dieses Haus“.

Diese Botschaft verbreiteten die Sternsinger am vergangenen Wochenende im Ort. Ob mit Kreide an die Hauswand, oder den inzwischen beliebt gewordenen Aufklebern an Briefkasten oder Haustür. Der weiße Schriftzug prangt nun wieder an den meisten Häusern des Dorfes. Knapp 65 Kinder waren insgesamt am Samstag oder Sonntag, manche auch an beiden Tagen mit der Motivation unterwegs, den Segen zu verteilen, sowie Süßigkeiten und Geldspenden für das Straßenkinderhilfswerk in Nairobi, Kenia zu sammeln.

In der Herz Jesu Gemeinde Brock gehen die Spenden an das Mukisa-Projekt in Uganda. Und wie jedes Jahr, wird ein Teil des riesigen Überschusses an Süßigkeiten auch an die umliegenden Kinderheime gespendet.

Am Samstag startete die Aktion um 12 Uhr mit dem Ankleiden. Sobald Mantel und Krone saßen, ging es für die Könige und Königinnen in die Kleine Kirche, wo die Kreide gesegnet und die Sternsinger mit guten Wünschen in den Tag entsandt wurden.

Sangeskünste unter Beweis stellen

Um sich dann auch noch das nötige Zubehör, bestehend aus Kreide, Spendenbüchse und dem Stern zu verdienen, musste jede Gruppe außerdem noch bei einem kleinen Vorsingen im Edith-Stein-Haus ihre Sangeskünste und Kenntnisse der beiden Strophen des Sternsinger Liedes unter Beweis stellen. Erst im Anschluss konnten sie so, als vollständig ausgerüstete Sternsinger in den Ort ziehen.

Begleitet wurden sie hierbei von jeweils ein bis zwei der insgesamt knapp 25 Gruppenleiter der Messdiener, die den schwer beladenen Bollerwagen durch die Straßen zogen. Diese Unterstützung war auch dringend nötig, denn obwohl nach der zweijährigen Coronapause einige Türen für sie geschlossen blieben, kehrten doch alle Gruppen bis spätestens 17 Uhr schwer beladen mit Süßigkeiten und Spenden ins Pfarrheim zurück.

Für manche ging es dann im Anschluss sogar noch in die 18 Uhr Messe zu ihren Ehren, die meisten waren aber erschöpft und froh, wenn es nach Hause ging, besonders die, die auch am Sonntag wieder in alter Frische von 10.30 bis 16 Uhr im Einsatz waren. Am Sonntag standen dann nämlich vor allem die Bauernschaftsbezirke auf der Agenda der Sternsinger. Dort wurden die Kindergruppen mit Autos von Haustür zu Haustür kutschiert, um sich die ermüdend langen Fußwege zu ersparen.

Zahl der Sternsinger schrumpft

Trotz der tatkräftigen Unterstützung durch zwei reine Leitergruppen, wurde in diesem Jahr besonders deutlich, wie schwierig es sich in Zukunft gestalten wird auch weiterhin alle Häuser im Ort anzusteuern. Besonders das stetige Wachstum Ostbeverns in Kombination mit den tendenziell rückläufigen Teilnehmerzahlen, stellt hierfür ein Problem dar. Umso wichtiger wird es somit auch den Kindern und Jugendlichen einmal mehr Anerkennung zu zollen, die ihre Freizeit und ihr Wochenende als Sternsinger dem guten Zweck gewidmet haben, sind sich die Organisatoren einig.

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