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Erster Fördertopf geöffnet

Strom aus Dach- und Balkonanlagen

Ostbevern

Gleich zwei Förderprogramme hat die Gemeinde Ostbevern jüngst aufgelegt. Anträge für Dach-Solaranlagen können bereits gestellt werden. Das Programm für Balkonanlagen soll in der nächsten Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses verabschiedet werden.

-dag-

Sowohl neue Solaranlagen auf Dächern, als auch kleine Balkonanlagen werden in der Bevergemeinde gefördert. Foto: IMAGO/Leopold Nekula, dpa

Bereits seit Beginn des Monats läuft das Förderprogramm „100 Dach-Photovoltaikanlagen für Ostbevern“. Über 30 Anträge zur Förderung seien bereits bei der Gemeinde eingegangen sagt Fachbereichsleiter Klaus Hüttmann und hofft, dass es noch mehr werden. Denn – so wurde es von der Politik beschlossen – insgesamt werden 100 neue Anlage gefördert.

Schon seit vielen Jahren ist die Gemeinde im Bereich der regenativen Energien auf dem Vormarsch. Und das Engagement sollte nicht nur vor dem Hintergrund der aktuellen Energiekrise, sondern auch aufgrund der selbstgesteckten Klimaschutzziele nicht nachlassen, sondern eher noch forciert werden – so immer wieder der Tenor in den vergangenen Ausschuss- und Ratssitzungen, wenn das Thema auf der Agenda stand. Deswegen sollte das Prozedere zur Antragstellung auch möglichst ohne viel bürokratischen Aufwand erfolgen.

Beantragung ausschließlich Online

So ist die Beantragung ausschließlich elektronisch mittels eines Online-Formulars über die Homepage der Gemeinde möglich. Antragsteller müssen neben den persönlichen Daten einen Eigentumsnachweis wie auch das Angebot eines Handwerksbetriebe angeben. Nach Absendung des Antrags erfolgt die Bearbeitung und Bewilligung nach zeitlichem Eingang und nach Vollständigkeit. Sind alle Unterlagen korrekt eingereicht, erhalten Bewerber den Bewilligungsbescheid. Nach der Bewilligung kann sofort mit der Auftragsvergabe begonnen werden. Das bedeutet konkret: Erst wenn der Bewilligungsbescheid der Gemeinde vorliegt, darf der Antragsteller den Auftrag an den entsprechenden Handwerker vergeben.

Ist die Anlage dann installiert, muss der Antragsteller zur Auszahlung des Zuschusses von 500 Euro unaufgefordert folgende Unterlagen einreichen: den endgültigen Kostennachweis in Form der Schlussrechnung des Handwerksbetriebs, einen Auszug aus dem Marktstammdatenregister und ein Foto der installierten Anlage, das die Gemeinde für Öffentlichkeitsarbeit nutzen darf.

Interessant für Bürgerinnen und Bürger, die sich aktuell mit einer Installation einer PV-Anlage befassen, dürfte sein, dass die Kombination mit anderen Fördermitteln grundsätzlich zulässig ist, heißt es aus der Gemeindeverwaltung weiter. Lediglich mit dem Programm „1000 Photovoltaikanlagen im Kreis Warendorf“ sowie anderen Förderprogrammen der Gemeinde Ostbevern (zum Beispiel „Bonus Kohkamp III“) sei eine Doppelförderung ausgeschlossen.

„100 Dächern“ folgen „100 Balkone“

Ergänzt wird das Programm schon in Kürze um eine weitere Förderrichtlinie. Denn den „100 Dächern“ sollen „100 Balkone“ folgen. Bereits in der Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses im Mai hatten sich die Politiker auf eine Förderung von Kleinsolaranlagen – die unter andere auch Mieter an Balkonen anbringen können – mit einer Fördersumme von je 100 Euro pro Anlage beschlossen. Das Programm erhält gerade in der Verwaltung seinen letzten Feinschliff, bevor es dann in der nächsten Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses am 16. August vorgestellt werden kann und im besten Fall die Zustimmung des Gremiums bekommt. Möglichst kurzfristig soll dann bei einer positiven Entscheidung der Topf geöffnet werden, heißt es aus dem Rathaus.

Fragen zu den beiden Förderprogrammen beantwortet Klimaschutzmanager Thomas Nienhaus. Er ist unter 0 25 32 / 82 89 zu erreichen. Weitere Infos auch unter ostbevern.de.

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