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Versammlung des DRK Ostbevern

Trotz Pandemie 3000 Einsatzstunden

Ostbevern

Die Zahlen sprechen für sich. Insgesamt kam man auf etwa 3000 Einsatzstunden im Jahr 2020. Das ist nur eine von zahlreichen Statistiken, die eines aussagen: Die Arbeit des DRK in Ostbevern ist unverzichtbar.

Von Anne Reinker

Klaus Uhlenhake, Josef Lehmbrock, Maren Silge, Friedolin Sicking, Ines Tepper, Sven Pawlitzki, Philipp Dangmann, Thorsten Röhrl, Christian Gerlach und Marjan Untied (v.l.) gehören zu den Aktiven des örtlichen DRK.  Foto: Anne Reinker

Immer parat, wenn sie gebraucht werden: die Bilanz des DRK-Ortsvereins beweist das. Nicht nur innerhalb der Orts- und Kreisgrenzen, sondern auch bei Notfällen im kompletten Bundesgebiet sind sie zur Stelle. Bei der Mitgliederversammlung blickten die Anwesenden zurück auf das, was die Hilfsorganisation in 2020 und 2021 in Atem hielt. Um auch zukünftig gut dafür aufgestellt zu sein, da sind sie sich sicher, werden sie verstärkt auf Mitgliedersuche gehen müssen.

„Wir haben einen Mitgliederschwund, den wir aktuell nicht auffangen können“, bedauerte Klaus Uhlenhake die aktuelle Situation, die in erster Linie durch die Corona-Pandemie verursacht wurde. Dementsprechend laufe auch die Jugendrotkreuzgruppe „auf Sparflamme“, wie Uhlenhake berichtete. Der zweite Vorsitzende hofft darauf, dass sich die Lage ändert: „Die Leute für das DRK sind da, sie wissen es nur noch nicht.“

720 Blutspenden im Jahr 2020

Die Zahlen sprechen dafür, dass die Ortsgruppe weiterhin stark aufgestellt sein muss: Im Jahr 2020 verzeichnete Ines Tepper 720 Blutspenden, davon kamen 52 Spender zum ersten Mal. In 2021 brachten fünf Termine in Ostbevern sowie zwei in Brock insgesamt 802 Blutspenden ein, darunter 24 Erstspender.

Christian Gerlach berichtete über die Arbeit des Bereitschaftsdienstes. Verzeichnete man 2019 noch 99 Einsätze, kam man in der Bilanz 2020 auf gerade einmal 19 Leistungen, da die Pandemie das gesellschaftliche Leben fast auf null heruntergefahren hat. Für die Schlussrechnung heißt das jedoch nicht, dass die Aktiven weniger zu tun hatten, denn: „Wir haben an der Corona-Front gearbeitet“, berichtete Christian Gerlach. Denn das DRK unterstützte beispielsweise die Hotline und führte Test- wie auch Impfaktionen durch. „Das, was wir im Sanitätsdienst nicht leisten mussten, wurde für Corona notwendig“, so Gerlach.

3000 Einsatzstunden im Jahr 2020

Insgesamt kam man auf etwa 3000 Einsatzstunden im Jahr 2020. Die ähnliche Anzahl wurde 2021 notiert, wenngleich sich das Verhältnis von Sanitätsdiensten zu Coronahilfe veränderte. Viele Stunden wurden in den Hochwassergebieten geleistet, wie der Rotkreuzleiter ausführte. Mit den Aufbauten von Verpflegungsstationen leisteten die Helfer humanitäre Hilfe. „Es musste eine Infrastruktur geschaffen werden, wie sie sonst bei Auslandseinsätzen notwendig ist“, berichtete Christian Gerlach. „Dass das mal in Deutschland notwendig ist, hätte man früher nicht gedacht.“ Gerlach wird übrigens künftig auf Kreisebene für das DRK tätig sein, dem Ortsverband aber weiterhin verbunden bleiben.

14 Responder-Einsätze gehören ebenso in die Bilanz 2021. Zudem der Ausbau des Multifunktionsfahrzeuges, das im Jahr zuvor angeschafft wurde. Zwei weitere Bausteine des hiesigen DRK sind die Kindergruppe Zwergenstübchen wie auch der Zauberburg-Kindergarten, die beide „ausgebucht“ sind. Darüber berichtete Maren Silge, die sich im Laufe des Abends zur Schriftführerin des DRK wählen ließ. Christian Gerlach wechselte in den Beisitz. Apropos Blutspende: Am Sonntag gibt es in Brock noch einmal die Möglichkeit dazu. Empfohlen wird die vorherige Terminvereinbarung unter www.blutspendedienst-west.de/blutspendetermine, aber auch der spontane Besuch zur Spende wird gerne gesehen.

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