1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Ostbevern
  6. >
  7. Unterhaltsame Mischung macht‘s

  8. >

Best-of-Programm der Akteure des Lyrikprojektes von „OstbevernKultur“

Unterhaltsame Mischung macht‘s

Ostbevern

Zu einem Best-of-Programm aus ihrer Veranstaltungsreihe hatten die Akteure des Lyrikprojektes von „OstbevernKultur“ in die Aula der Josef-Annegarn-Schule eingeladen und rund 120 Gäste waren der Einladung gefolgt. Sie wurden nicht enttäuscht.

Ulla Elbers, Brigitte Pohl, Martina Licht, Caroline Kunert und Sandra Düring (v.l.) präsentieren hier „Gesang der Geister über den Wassern“ von Johann Wolfgang von Goethe. Foto: privat

Endlich wieder auf der Bühne stehen! Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause war den Akteuren des Lyrikprojektes von „OstbevernKultur“ die Freude darüber deutlich anzusehen. Am Samstag hatte der Verein zu einem Best-of-Programm aus der Veranstaltungsreihe in die Aula der Josef-Annegarn-Schule eingeladen und rund 120 Gäste waren der Einladung gefolgt. Sie sollten nicht enttäuscht werden!

Das Programm hieß „.. und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“. Auf diese berühmten Zeilen aus dem Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse ging auch Frank Düring in seiner Begrüßung ein: „Auch wir haben diesen Zauber erlebt, vor nunmehr 13 Jahren, als wir im Jahr 2009 unser erstes Programm mit dem Titel ‚Das verlorene Herz‘ zusammengestellt hatten.“

Damals gab es die Veranstaltungsreihe „Ostbevern liest“ und das „Verlorene Herz“ war eine Veranstaltung aus der Reihe. „Unsere Idee war es, ein abendfüllendes Programm mit Gedichten und Liedern zusammenzustellen, wobei die Gedichte auch noch mit Musik unterlegt sein sollten“, erklärte Düring. „Aber ein ganzer Abend nur mit Gedichten? Würde da überhaupt jemand kommen?“. Die Sorgen waren unbegründet, damals wie heute, wie laut einer Mitteilung der Verantwortlichen der Blick in den vollbesetzen Saal eindrücklich belegte.

Spielfreude, Verve und Witz

Mit Spielfreude, Verve und Witz präsentierten die sieben Akteure Marina Licht, Caroline Kunert, Sandra Düring, Brigitte Pohl, Ulla Elbers, Frank Düring und Matthias Bals auf der Bühne ihre Lieblingsstücke aus den bislang aufgeführten elf Lyrik-Veranstaltungen, die so verheißungsvolle Titel trugen wie „Sinn und Sünde“, „Vom Gipfel neptunischer Lust“, „Das Tier und wir“, „Mondsüchtig“ oder „Wirtschafts-Wunderland“.

Da es sich um ein Best-of Programm handelte und von daher kein übergeordnetes Thema gab, gab es diesmal keinen roten Faden durch das Programm. Das ermöglichte es dem Moderator Frank Düring zwischendurch immer mal wieder, auf die Entstehungsgeschichte der einzelnen Projekte einzugehen und dem Publikum so einen kleinen Einblick zu gewähren, nach welchen Kriterien ein Text ausgewählt wurde oder wie sich das Team die Inszenierung desselben vorstellte.

Bei den Texten und Liedern wurde der Bogen an diesem Abend weit gespannt. Es fanden darin Klassiker wie der „Zauberlehrling“ von Goethe oder „Der Handschuh“ von Schiller genauso ihren Platz wie Texte der deutschen Nachkriegslyrik oder heitere Werke von Heinz Erhardt oder Robert Gernhard. Aber gerade diese Mischung aus klassischen und modernen, aus ernsten und heiteren Stücken – in Verbindung mit der stimmungsvollen musikalischen Umsetzung von Matthias Bals am Klavier – machen die Lyrik-Projekte von „OstbevernKultur“ zu etwas ganz Besonderem.

Und als sich nach gut zweieinhalb Stunden die Veranstaltung mit dem gemeinsam gesungenen Salon-Walzer „Dort tanzt Lulu“ gen Ende neigte, sah man auf der Bühne und im Publikum nur strahlende Gesichter.

Startseite