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„1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“

Veranstaltungen zelebrieren

Ostbevern

Eingebettet in die Festwoche „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ folgten rund 40 Gäste der Einladung des Vereins Ostbevern.Kultur zum musikalischen Lesung.

-rei-

Anja Bilabel sowie Wolfgang Donnemeyer, Jessica Sladczyk und Johannes Freiburg als Trio Vario sorgten für einen Abend mit selten gehörten Texten und Melodien. Foto: Anne Reinker

„Man muss es zelebrieren, dass man jetzt wieder etwas veranstalten darf“, freute sich Frank Düring, dass die musikalische Lesung „Aus grünen Nächten und blauen Himmeln weht mein Rauch!“ am Mittwochabend stattfand. „Zumal“, so Düring: „dieses wichtige Thema aufgegriffen werden muss.“ Denn das Programm war eingebettet in die Festwoche „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Gemeinsam mit Mariele Fentker hieß er die über 40 Besucher in der Aula der Josef-Annegarn-Schule willkommen, organisiert wurde der Abend von Ostbevern.Kultur.

Im abgedunkelten Raum kamen die Akteure, die wiederum geschickt ausgeleuchtet wurden, um so besser zur Geltung. Texte dreier jüdischer Autorinnen, darunter etwa „Ein grüner Zwerg“ und „Das Fenstertheater“ von Ilse Aichinger, „Ein blauer Brief in die Welt hinaus“ und „Erster Ferientag“ von Mascha Kaleko wie auch von Rose Ausländer beispielsweise „Die Nymphen hatten es gut“, und „Blitzliebe“ wurden von Anja Bilabel vorgetragen.

In den großen und spannenden Bogen, den die Leserin mit ihrer literarischen Auswahl zog, brachte sich das „Trio Vario“ geschickt ein. Mal mit einzelnen Tönen und Intermezzi intonierten Jessica Sladczyk (Klarinette), Johannes Freiburg (Klavier) und Wolfgang Donnemeyer (Violine) die passende Untermalung für die stimmlichen Vorträge von Anja Bilabel.

Im zweiten Teil des Abends standen die Melodien der Instrumentalisten im Vordergrund. Vor allem aus ihrem Repertoire jüdischer Komponisten von Klezmermusik brachten sie Stücke zu Gehör. Eingestreut ins Programm waren kurze informative Beiträge zum jüdischen Leben der Autorinnen.

Für die Besucher sicherlich ein Abend mit Texten und Melodien, die wohl nicht häufig zu erleben sind.

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