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Schulwegsicherung am Hanfgarten

Vorfahrt für Fahrräder

Ostbevern

Die Schulwege sollen sicherer werden – und das eigentlich schon seit Jahren, wenn es nach den Ostbeverner Ratsfraktionen geht. Doch bisher sind zahlreiche Anträge dahingehend am Straßenverkehrsamt des Kreises Warendorf gescheitert. Dennoch geben die Lokalpolitiker nicht auf und wollen jetzt den Hanfgarten zur Fahrradstraße machen.

Von Daniela Allendorf

Der Hanfgarten soll, wenn es nach den Mitgliedern des Umwelt- und Planungsausschusses geht, rot eingefärbt und zur Fahrradstraße werden. Autos sollen dort nur noch geduldet werden. Foto: Stadt Münster

„Da ist einfach richtig was los. Da muss etwas passieren“, sagte Ulrich Lunkebein (Grüne) in der Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses und richtet dabei den Blick auf den Bereich des St.-Josef-Kindergartens und der Josef-Annegarn-Schule. Der Vorschlag seiner Partei dazu: Die Straße Hanfgarten von der Hauptstraße aus bis zur Schulstraße in Rot einzufärben und daraus eine Fahrradstraße zu machen. 100.000 Euro wollen die Grünen dafür im Haushalt des kommenden Jahres eingestellt sehen.

Außerdem solle die Rotfärbung durch Einengungen, Berliner Kissen oder Aufpflasterungen ergänzt werden, um so den Autofahrern klar zu machen, dass dort Radfahrer und Fußgänger Vorrang haben. „Die Straße gehört den Kindern, Autos sind hier nur geduldet“, schreiben die Grünen dazu in ihrem Antrag. Auch die Anfahrt für die sogenannten „Elterntaxis“ solle unattraktiv werden, finden die Grünen.

Verkehrsberuhigung muss her

Und damit sind sie nicht allein. „Da muss eine Verkehrsberuhigung hin“, ist auch Katharina Weixler (SPD) der Bereich ein Dorn im Auge.

Unterstützung gibt es auch von den Christdemokraten und den Liberalen, die sich allesamt seit langem mit der Problematik des Verkehrs im Bereich der Schulen beschäftigen, bis dato aber mit dem Straßenverkehrsamt des Kreises Warendorf auf keinen „grünen Zweig“ kommen.

Denn der Kreis hat bisher alle von den Fraktionen angestrebten Sicherungsmaßnahmen nicht mitgetragen. Da die Behörde aber die Entscheidungsgewalt in dieser Hinsicht hat, hat sich bisher nicht viel getan.

Und auch bei der Idee der rotgefärbten Fahrradstraße kommt die Gemeinde nicht am Straßenverkehrsamt des Kreises vorbei. „Die Maßnahme muss vom Kreis angeordnet werden“, sagte Fachbereichsleiter Hans-Heinrich Witt.

Antrag gesondert stellen

Zwar schlossen sich die Ausschussmitglieder dem Vorschlag von Bürgermeister Karl Piochowiak an, diese Idee in das noch zu entwickelnde Mobilitätskonzept aufzunehmen.

Sie stellten aber dennoch den Betrag von 100.000 Euro in den Haushalt ein, um schon jetzt – gesondert von dem Konzept – einen Antrag beim Kreis Warendorf zu stellen.

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