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Beitragserhöhungen beschlossen

Vorfreude auf 100 Jahre BSV

Ostbevern

Beitragserhöhung, Jubiläumsjahr und Ehrungen standen auf dem Programm der Jahreshauptversammlung des BSV. Und das Interesse der Sportler war groß. Mehr als doppelt so viele Besucher wie noch in vergangenen Jahren kamen in der Aula der Josef-Annegarn-Schule zusammen.

Von Anne Reinker

Die „BSVler des Jahres“ sind Uli Höggemann und Friedrich Wierling (v.l.). Als Ehrenamtler wurde Helmut Remfert ausgezeichnet.

Das Interesse am aktuellen Stand des BSV scheint groß zu sein: Mehr als doppelt so viele Gäste als gewöhnlich kamen am Montag zur Jahresversammlung. Eine umfangreiche Tagesordnung erwartete sie. Neben den Wahlen und den Ehrungen wurde auch über die Planungen für das Jubiläumsjahr des BSV, der sein 100-jähriges Bestehen feiert, gesprochen. Und auch eine Beitragserhöhung stand auf dem Programm.

Einen Eindruck davon, was im BSV außerhalb des regulären Programms passiert ist, gab Peter Müller in seiner Eröffnungsrede. So wurden beispielsweise im Jugendbereich Camps veranstaltet oder auch aktive Unterstützungen bei Veranstaltungen weiterer Vereinigungen im Ort geleistet.

Auch Kritik geäußert

„Ich möchte ausdrücklich betonen, dass die Unterstützung meines Erachtens stark verbesserungswürdig ist“, so der BSV-Vorsitzende. Der Vorstand wünsche sich zudem jemanden, der als Beauftragter im Bereich der Prävention sexueller Gewalt im Sport tätig werde.

Müller dankte allen Mitgliedern, die sich für den BSV und seinen Angeboten engagieren. Im weiteren berichtete der Vorsitzende über die Erneuerung des Flutlichtes mit Wechsel auf LED. Er bat aber, insgesamt sparsam mit den Ressourcen zu sein, „damit wir gerade jetzt und in Zukunft weiterhin die Sportstätten nutzen können.“

Darum bat auch Karl Piochowiak in seinem Grußwort und berichtete von einigen weiteren Maßnahmen, etwa der Senkung der Temperatur im Beverbad auf 26 Grad und den Maßnahmen im Dorf. „Die Umstellung der Straßenbeleuchtung soll folgen“, sagte der Bürgermeister. „Wir müssen jetzt für die Zukunft planen.“

Ob die Duschen in den Sportstätten künftig kalt sind, so die Frage eines Anwesenden, „kann ich nicht ausschließen“, antwortete Piochowiak. In den Turnhallen werde es aber – soweit das jeweils technisch möglich sei – kühler werden.

Unterbringung der Flüchtlinge

Er dankte dem BSV für die Unterstützung bei der Unterbringung der Flüchtlinge. Aufgrund der zu erwarteten Ukrainer werde man wohl die Turnhalle noch nicht nach den Herbstferien für den Sport öffnen können. Er wie auch Peter Müller betonten die gute Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und BSV.

Im Vorstand gab es einen Wechsel: Das Amt des Schatzmeisters übernahm Christian Gruhn, der damit Stephanie Wobker, die ihre weitere Unterstützung im Hintergrund des Vorstands zusicherte, ablöste. Als neue Abteilungsleiter wurden Michael Hornig (Kegeln) und Uli Eickelmann (Judo) vorgestellt.

Die jährlichen Beiträge im BSV, ein weiteres Thema auf der Tagesordnung, erhöhen sich für die bis 18-jährigen Schüler und Jugendlichen auf 114 Euro (vorher 90 Euro), für die Erwachsenen von 120 auf 144 Euro. Und Familien sind künftig mit 234 statt wie bisher mit 210 Euro dabei. Für die passiven Mitglieder erhöht sich der Beitrag von 20 auf 25 Euro. „Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen“, sagte Peter Müller, und Christian Gruhn fügte hinsichtlich steigender Kosten hinzu: „Wir müssen uns ein Polster anschaffen für das, was noch kommen kann.“

Immer bei einer Versammlung dabei: die Ehrung eines „BSVlers des Jahres“. Im Jugendbereich wurde diese Friedrich Wierling (Kegeln) aufgrund seiner großen sportlichen Leistung zuteil. Uli Höggemann wurde für sein langjähriges Engagement für den Damenfußball ausgezeichnet.

Als Ehrenamtler wurde Helmut Remfert geehrt, ohne den der Fußball fast nicht denkbar sei, so Peter Müller. Remfert hatte für seinen langjährigen Einsatz für den Jugendfußball schon vor Kurzem die Auszeichnung „Top Ten Ehrenamtler 2022“ des Kreis Warendorf erhalten.

Nicht nur Sportinteressierte können sich auf das Programm des Jubiläumsjahres, für das sich das extra gegründete Orga-Team so einiges vorgenommen hat, freuen. Begonnen wird direkt am Neujahrstag mit einem „1923-Meter-Lauf“ an verschiedenen historischen Sportstätten entlang, am 1. Mai (Jahrestag der Gründung) wird mit einem „Tag des Sports“ aufgewartet. Weiter geht es unter anderem mit einer Kegelmeisterschaft (24. bis 29. Mai), einem Benefizkonzert des Luftwaffenmusikkorps (15. Juni) oder auch einem „Traditionsspiel“ der Ü38 gegen die Traditionsmannschaft von Schalke 04 (17. Juni). Am 26. August gibt es ein „Nachbarschaftsfest“ mit allen Vereinen des Ortes. Zusätzlich bieten einzelne Abteilungen besondere Attraktionen zum Jubiläums an.

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