1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Ostbevern
  6. >
  7. Wahlwerbung beim Wochenmarkt

  8. >

Gemeinde St. Ambrosius

Wahlwerbung beim Wochenmarkt

Ostbevern

Werbung für die Kirchenvorstands- und Pfarreiratswahlen machte Vertreter der Kirchengemeinde.

Von Marion Fenner

Am Infostand für die Wahlen zum Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat auf dem Wochenmarkt begrüßten (v.l.) Pfarrer Marco Klein, Heinz Spiekermann-Coppenrath und Kandidatin Cornelia Pohlmann auch den Bürgermeister Karl Pichowiak Foto: Marion Fenner

Bei Regen und Sturm machte Pfarrer Marco Klein auf dem Wochenmarkt im Schutz des Buswartehäuschens gemeinsam mit Heinz Spiekermann-Coppenrath und Annegret Weitkamp auf die Wahlen zum Kirchenvorstand und zum Pfarreirat aufmerksam. „Anders als bei politischen Wahlen gibt es bei der Wahl für die kirchlichen Gremien keine Wahlbenachrichtigungen“, erklärt Marco Klein. Deshalb hätten sie sich für diese Art der „Wahlwerbung“ in der Öffentlichkeit entschieden.

Zum einen konnten sich die Gemeindemitglieder an dem Stand bei einer Tasse Kaffee über die Kandidaten für diese beiden Gremien informieren. Die endgültige Vorschlagsliste hatte Marco Klein am Infostand frisch gedruckt mit dabei. Darin stellen sich die Kandidaten persönlich vor und erklären, weshalb sie in den Gremien mitarbeiten wollen. Zum anderen bestand am Infostand die Möglichkeit, sich dort auch die Briefwahlunterlagen abzuholen. Davon machten mehrer Gemeindemitglieder Gebrauch. Auch Bürgermeister Karl Pichowiak nahm sich Zeit für ein Pläuschchen und eine Tasse Kaffee mit den Kirchenvertretern.

Statt der erhofften 14 Kandidaten für den künftigen Pfarreirat gebe es leider nur neun Kandidaten, bedauerte der Pfarrer. Das bedeute, dass die Gemeinde keine reguläre Wahl durchführen könne, sondern dass es eine Zustimmungswahl während der Pfarrversammlung am 9. November (Dienstag) um 20 Uhr im Edith-Stein-Haus geben werde. Dort sei dann gewählt, wer mindestens eine Stimme bekomme, heißt es auf der Internetseite der Gemeinde. Die regulären Pfarreiratswahlen entfallen. Weitere Bewerbungen könnten nicht mehr angenommen werden. Es stehe aber jedem Gemeindemitglied frei, in den Ausschüssen mitzuarbeiten und auf diese Weise das Leben und pastorale Wirken in der Gemeinden mit zu gestalten, betont Marco Klein. Wahlberechtigt ist jede Person über 14 Jahren, die katholisch ist und ihren Hauptwohnsitz in der Pfarrei St. Ambrosius hat.

Gewählt werden muss aber der Kirchenvorstand. „Dafür haben wir ausreichend Bewerber gefunden“, freut sich Marco Klein.

Die Wahl findet regulär am Wochenende des 6./7. Novembers zu den angekündigten Zeiten (siehe Infokasten) statt. Wählen dürfen dann nur über 18-Jährige, die katholisch sind und seit mindestens einem Jahr ihren Hauptwohnsitz in der Pfarrei haben.

Im Kirchenvorstand werde immer nur die Hälfte der insgesamt zehn Kandidaten neu gewählt, berichtet der Seelsorger. Dafür hätten sich sieben Kandidaten beworben. Schön sei, dass sich dort auch jüngere Personen zur Wahl stellen, so Marco Klein. Julian Meier, Wirtschaftsingenieur, ist mit 25 Jahren der jüngste, der sich für den Kirchenvorstand kandidiert. Nur wenig älter ist der Theologe und Unternehmensberater Max Niehoff mit 32 Jahren.

„Der Kirchenvorstand ist ein Gremium, das nach weltlichen Gesetzen und zwar nach dem Vermögensverwaltungsgesetz von 1924 für die Verwaltung des Kirchenvermögens zuständig ist“, erklärt der Pfarrer. Die Aufgabe sei diesmal eine besondere Herausforderung, weil nun in der nächsten Amtsperiode entscheidende Weichen für die Zukunft gestellt werden müssten. Der Kirchenvorstand sei auch für Personalangelegenheiten zuständig. Das betreffe immerhin rund 50 festangestellte Mitarbeiter, von denen die meisten in den Kindergärten angestellt sind. „Wir müssen als Gemeinde außerdem fragen, welche Gebäude wir noch benötigen oder welche wir anders nutzen können.

Auf den Pfarrgemeinderat kommen ebenfalls viele entscheidende Aufgaben zu. „Wir werden uns die durch die Corona-Pandemie veränderte Gottesdienstordnung noch einmal anschauen. Dabei müssen wir auch genau nach der Anzahl der Gottesdienstbesucher schauen und entscheiden, wie wir weitermachen wollen“, erläutert Klein. Es stelle sich die Frage, was gestärkt werden soll, wo eine bessere Vernetzung erforderlich sei oder was zusätzlich angeboten werden müsse. Am kommenden Donnerstag (28. Oktober) werden Marco Klein und Vertreter des Kirchenvorstandes und des Pfarreirates wieder von 9 bis 12 Uhr auf dem Wochenmarkt stehen, Werbung für die Wahl machen und Briefwahlunterlagen verteilen. Ebenso kann ein Briefwahlschein bis zum 3. November (Mittwoch) im Pfarrbüro beantragt werden.

Startseite
ANZEIGE