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Corona-Lage an den gemeindlichen Schulen

Weitgehend verschont geblieben

Ostbevern

Im Vergleich zu anderen Schulen oder auch Kindergärten hält sich die Zahl der von Corona betroffenen Schüler und Lehrern eher im unteren Bereich. Und auch wenn die Kollegien sich strecken müssen, so lässt sich der Ausfall bisher noch auffangen. Unterstützung gibt es besonders von den Eltern, die ihre Kinder im Zweifelsfall auch mal schneller zu Hause lassen.

Von Daniela Allendorf

Die Corona-Lage ist an den gemeindlichen Schulen der Bevergemeinde im Vergleich zu anderen Schulen noch überschaubar, was die Zahl der Infizierten betrifft. Foto: dpa/Sven Hoppe

„Bisher hatten wir noch keine Ausfälle“, sagt Andreas Behnen, Schulleiter der Josef-Annegarn-Schule, mit Blick auf sein 55 Köpfe starkes Kollegium. Und auch jetzt halte sich die Zahl der Corona-Infektionen im Kollegenkreis in einem „überschaubaren Rahmen“. Vier Lehrer an der JAS befinden sich zur Zeit in häuslicher Quarantäne. Dieser Ausfall lasse sich problemlos auffangen und sei vergleichbar mit sonstigen Erkrankungswellen, die es im Winter schon einmal geben könne. Auch in der Schülerschaft habe das Virus, das seit nunmehr zwei Jahren den Alltag bestimmt, noch nicht über die Maßen um sich gegriffen. „Wir sind bisher fast verschont geblieben“, ist Behnen froh und fügt an: „Wir sind bis heute mit einem blauen Auge davon gekommen.“ Will heißen: Rund zwölf Schülerinnen und Schüler sind aktuell von dem Virus betroffen. Sei es, dass sie selbst infiziert sind oder als Kontaktperson eines Familienmitgliedes in Quarantäne sind. Im Vergleich zu den insgesamt rund 600 Schülern, die die JAS besuchen, eine kleine Anzahl.

Regulären Schulbetrieb möglichst aufrecht erhalten

Wenn Andreas Behnen über die Situation an seiner Schule berichtet, legt er die Betonung jedoch auf das „noch“. Denn bei nach wie vor steigenden Infektionszahlen, hofft er zwar, dass der Schulbetrieb regulär weiter laufen kann, Beispiele an anderen Schulen oder auch vor allem Kindergärten hätten gezeigt, dass es auch anders geht. Aber „von einer Schulschließung sind wir noch meilenweit entfernt“, sagt Behnen.

„Ich wünsche mir, dass die Schulen geöffnet bleiben“, sagt auch Martina Lamour, Schulleiterin der Franz-von-Assisi-Schule. Auch wenn die aktuelle Situation für alle Beteiligten eine große Belastung sei, so sei es für die Kinder enorm wichtig, weiter zur Schule gehen zu können. Und besonders von ihrer Schülerschaft ist sie in diesen Zeiten beeindruckt. „Die Kinder machen das so toll mit. Wirklich super“, sagt sie. Und auch die Kooperation mit den Eltern funktioniere reibungslos.

Martina Lamour

Zur Zeit erhalte man jeweils am Tag der Pooltestung abends gegen 18.30 Uhr die Nachricht, ob ein positiver Pool dabei gewesen sei. Neben der Klassenleitung würden dann umgehend die Eltern informiert. Am nächsten Morgen stünden dann die Schnelltests an. Diese müssten dann jeden Morgen durchgeführt werden, bis der Pooltest wieder negativ sei. Zum Glück sei das bisher nicht häufig der Fall gewesen. Zwar habe man immer mal wieder einzelne Fälle von Kindern, die sich mit dem Virus infiziert hätten. Oft seien es aber auch Infektionen im Familienkreis, bei denen die Kinder – die noch nicht geimpft sind – als Kontaktperson zu Hause bleiben müssen.

Als schwierig beschreibt Lamour die Zeit nach den Weihnachtsferien, als zunächst im Rahmen der Pooltestungen auch eine zweite sogenannte Rückstellprobe von den Schülern genommen werden musste, um so infizierte Kinder schneller zu diagnostizieren. Nach zwei Wochen, sei dieses Testvorgehen mangels Laborkapazitäten auch schon wieder gestrichen worden. Ein „Hin und Her“, das hoffentlich bald ein Ende haben möge, sagt Martina Lamour, die trotz der vielen sich ständig ändernden Vorgaben mit ihrem Team versucht, einen möglichst ruhigen Schulalltag aufrecht zu erhalten.

Rund 20 Schüler betroffen

Ähnlich ist das Bild an der Ambrosiusschule, berichtet Schulleiterin Andrea Winter. Auch wenn die Infektionszahlen in der Bevergemeinde „recht hoch“ seien, habe man in der Schule „alles gut im Griff“. Natürlich seien auch an der Ambrosisusschule immer wieder positive Pooltests dabei, aber „die Eltern arbeiten sehr gut mit“, sagt Andrea Winter. Vielfach würden Kindern schon im Vorfeld sicherheitshalber zu Hause behalten – beispielsweise, wenn ein Geschwisterkind infiziert sei. „So stecken sie sich zu Hause an und tragen es aber in der Schule nicht weiter“, sagt Winter. Bisher habe es auch nur einen einzigen Fall gegeben, bei dem man nach einem positiven Pool ein Kind am nächsten Morgen nach dem Schnelltest habe nach Hause schicken müssen. Auch die Zahl der Schüler, die aktuell nicht die Schule besuchen könnten, sei vergleichsweise gering. Rund 20 Schüler beträfe das zur Zeit, bei einer Schülerschaft von insgesamt Knapp 290 Kindern.

Die Situation im Lehrerkollegium sei aktuell gut. „Natürlich müssen wir uns auch strecken. Aber wir können den Alltag noch gut stemmen“, sagt die Schulleiterin. In den vergangenen Monaten seien immer mal wieder auch Lehrer betroffen gewesen, aktuell gebe es aber nur einen Fall. „Das ist an anderen Schulen bestimmt schlimmer“, sagt Winter und fügt hinzu: „Man muss aber auch bedenken, dass es immer nur eine Momentaufnahme ist. Morgen oder nächste Woche kann das schon ganz anders aussehen.“

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