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Ausstellung von Ulrich Lunkebein in La Folie

Zwei Kilogramm Sand für ein Bild

Ostbevern

Ein Hoffnungsschimmer in der der von Corona dominierten Zeit für Ulrich Lunkebein: Der ehemalige Lehrer und Künstler eröffnete jetzt seine Ausstellung im Kunstpavillon La Folie am Ostbeverner Ortseingang.

-rei-

Ulrich Lunkebein (l.) erklärt den Besuchern in La Folie die Entstehungsweise einiger seiner Exponate. Foto: Anne ReinkerAnne Reinker

Schon lange konnten Kunstinteressierte keine Vernissage mehr besuchen. Man habe gemerkt, wie sehr die Kultur in der Corona-Zeit gefehlt habe, sagte Ulrich Lunkebein. „Es geht einfach nicht ohne.“ Nun die Kunst wieder öffentlich erleben zu können, sei „ein Hoffnungsschimmer“. Lunkebein eröffnete am Sonntag seine Ausstellung – veranstaltet durch das Kulturforum – in La Folie.

Großformatige Papiere mit Sand, Farben und weiteren Materialien bearbeitet, Bleistiftzeichnungen, Öl- und Acrylbilder wie auch die Ergebnisse von Tusche- und Finelinermalereien: Die Exponate, die Ulrich Lunkebein in den letzten Jahrzehnten fertigte, zeigen vielfältiges Können, aber auch Offenheit gegenüber den verschiedenen Werkstoffen und Techniken.

„Vier Wurzeln lassen ein Bild entstehen“, erklärte der ehemalige Lehrer für Geschichte, Sport und Kunst der Loburg, der seit zwei Jahren im Ruhestand ist. Verstand, ebenso wie Gefühl und Inspiration, handwerkliches Können und auch, zumindest in seinen Sandbildern, auch zufälliges Geschehen im Prozess ließ Lunkebein in seine Werke einfließen. 

Bis zu zwei Kilo Sand jeweils benötigte Ulrich Lunkebein für seine großen Werke. Gerade dieser sei ein Material, das im trockenen und verarbeiteten Zustand – etwa beim Knicken des Papiers – in unterschiedlicher Weise breche und so noch Überraschungen parat halte.

Das komplette Gegenteil wies aber etwa die Studie auf, die er vor vielen Jahren unter seinem „Lehrmeister“ Theo Schäfer anfertigte. Die Zeichnung von Gläsern, Flaschen und einem Basketball weist große Genauigkeit und Detailliertheit auf und lässt nachvollziehen, dass Lunkebein darin etwa 50 Stunden Konzentration und Ehrgeiz investierte.

Wiederum ganz gegensätzlich auch seine Münster-Serie, in der er auf mehreren Leinwänden unter anderem Szenen und Ausschnitte aus den Rieselfeldern, den Aasee-Kugeln oder dem Rathaus festhielt. Bilder und Zeichnungen von Menschen, Landschaften und Tieren, teils in einer Skizzenmappe zu betrachten, geben weitere Eindrücke aus dem künstlerischen Schaffen des Ostbeverners.

Dementsprechend gibt es für die Besucher der Ausstellung viel zu sehen. Geöffnet ist die Präsentation in La Folie an folgenden Tagen: 8. September (Mittwoch), am 11. und 12. September (Samstag und Sonntag), 15. September (Mittwoch) sowie am Wochenende 18. und 19. September, jeweils von 14 bis 18 Uhr.

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