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Bürgermeisterkonferenz des Kreises

Quartiersuche für Flüchtlinge ist schwer

Kreis Warendorf

Ein Thema brennt den Städten und Geminden des Kreeises Warendorf besnders unter den Nägeln: die  Quartiersuche für Geflüchtete. Die Unterbringung in Sporthallen ist zwar eine Möglichkeit, allerdings alles andere als optimal, wie die Konferenz der Bügermeister des Kreises Warndoerf feststellte.

Von Dierk Hartleb

Die Konferenz der Bürgermeister im Kreis Warendorf fand diesmal in Ennigerloh statt. Foto: Dierk Hartleb

In der kulturellen Atmosphäre der Alten Brennerei hieß Berthold Lülf am Freitagvormittag seine Bürgermeister-Kolleginnen und Kollegen aus den anderen zwölf Städten und Gemeinden im Kreis Warendorf willkommen. Bei den Beratungen ging es allerdings weniger um Kultur als vielmehr die drängendste Fragestellung, die den Kommunen derzeit unter den Nägeln brennt: die Unterbringung von Geflüchteten.

„Die Quartiersuche für Flüchtlingen stellt uns alle immer mehr vor Probleme“, erklärte Dr. Alexander Berger. Das Ahlener Stadtoberhaupt verwies als Sprecher der Bürgermeister auf sechs Kommunen, in denen bereits Turnhallen für die Unterbringung von Menschen akquiriert wurden. „Das ist für den Sport sehr schmerzlich, der ja bereits in der Corona-Zeit sehr gelitten hat“, unterstrich auch der gastgebende Ennigerloher Bürgermeister Lülf eindringlich.

Ergänzend führte sein Wadersloher Kollege Christian Thegelkamp aus, dass vor allem die Städte und Gemeinden im Speckgürtel Münsters die Wohnraumverknappung zu spüren bekämen. Auch in Drensteinfurt sei bereits eine Turnhalle mit Geflüchteten belegt; Ennigerloh trifft Vorbereitungen für die Aufstellung von Containern. Anmieten sei derzeit kein Problem, meinte Berthold Lülf, der Ankauf dauere dagegen mindestes ein halbes Jahr. „Wir benötigen mehr Hilfe von Bund und Land“, appellierte Berger an Berlin und Düsseldorf − vor allem, um die Kosten für die Wachdienste zu kompensieren.

Als zweites Thema beschäftigte sich die Bürgermeisterrunde mit dem Hinweisgeberschutzgesetz, das Unternehmen und Organisationen ab 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorschreibt, eine Anlaufstelle für Whistleblower einzurichten. Ob die auch interkommunal oder beim Kreis eingerichtet werden könne, werde derzeit noch geprüft, führte Thegelkamp aus und verwies auf noch fehlende Ausführungsbestimmungen. Spätestens ab April erlange die neue Vorschrift Gesetzeskraft.

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