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SPD diskutiert Rechtspopulismus

„Rechtsruck der AfD unbestreitbar“

Kreis Warendorf

„Spätestens mit der Spaltung der AfD und dem Austritt von Parteigründer Lucke musste jedem klar sein, dass aus einer eurokritischen Protestpartei mit bürgerlichen Anstrich eine rechtspopulistische Partei mit fließenden Grenzen zum Rechtsextremismus geworden ist“, fasste SPD-Kreisvorsitzender Bernhard Daldrup die Teilergebnisse eines Seminars zur „Rolle von Parteien in der repräsentativen Demokratie“ zusammen.

wn

Der Umgang mit Rechtspopulisten stand im Mittelpunkt eines zweitägigen Seminars, an dem viele SPD-Mitglieder aus dem Kreis Warendorf teilnahmen. Foto:

Vor dem Hintergrund des aggressiven Auftretens der AfD im Kreis lasse sich diese Entwicklung auch vor Ort be­obachten. Daldrup machte darauf aufmerksam, dass Bundesfamilienministern Manuela Schwesig mit dem Programm „Demokratie leben“ die finanziellen Hilfen des Bundes deutlich verstärkt hat, um über rechtsextreme Entwicklungen in der Gesellschaft zu informieren. Über 50 Millionen Euro stellt der Bund jährlich zur Verfügung.

Annette Watermann-Krass (MdL) wies darauf hin, dass auch die Landesregierung erhebli­che Mittel für Mobim bereitstellt. Dieses Programm habe im Kreis Warendorf konkrete Auswirkungen: Mobim, die mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Münster, liefert Analysen zur Arbeit der AfD im Kreis und bietet vielen Or­ganisationen Hilfe bei der Qualifizierung Ehrenamtlicher an.

Über 20 Teilnehmer des Seminars befassten sich in Rosendahl-Darfeld zwei Tage mit den Aufgaben der demokra­tischen Parteien und dem Umgang mit Rechtspopulisten. „Wir müssen die von den Bürgern aufgeworfenen Fragen und auch Ängste ernst nehmen, Lösungen su­chen und finden. Den Rattenfängern von rechts muss allerdings ebenso entschieden entge­gen getreten werden“, so Annette Watermann-Krass.

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