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Unternehmen baut eigene Station auf

150 LMC-Mitarbeiter geimpft

Sassenberg

Den ersten Schutz gegen Corona erhielten am Samstag 150 LMC-Mitarbeiter, die in der unternehmenseigenen Impfstation ihre erste Impfdosis bekamen

Von Christopher Irmler

Im eigens während der Pandemie errichteten Zelt konnten die Geimpften - ähnlich wie nach einer Blutspende - noch ein wenig verweilen. Foto: Christopher Irmler

Reges Treiben herrschte am Samstagmorgen auf dem Gelände der LMC Caravan GmbH. Ausnahmsweise stand hierbei jedoch nicht die Produktion von Reisemobilen im Fokus. Gegen 9 Uhr wurde hier die erste von insgesamt 150 Impfdosen verabreicht. „Wir haben uns sehr früh um Impfstoff bemüht“, macht Geschäftsführer Ulrich Schoppmann im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten deutlich. Seit einigen Wochen hatte sich das Unternehmen im engen Austausch mit dem Betriebsarzt bemüht, eine eigene Impfstation für die insgesamt rund 1200 Mitarbeiter am Standort Sassenberg aufzubauen. Über den bundesweiten Verband der Betriebsärzte gelang es nun, 150 Biontech-Dosen zu bestellen. „Man weiß vorher nicht, welchen Impfstoff es gibt. Das kann natürlich auch wechseln.“ Sorgen müssen sich die am Samstag Erstgeimpften jedoch nicht machen: Sie sind für eine Zweitimpfung mit Biontech am 17. Juli vorgemerkt.

Die Rückmeldung von Seiten der Belegschaft sei sehr gut gewesen, berichtet Schoppmann. Den Auftakt machten nun die ältesten Mitarbeiter; nach und nach sollen auch jüngere Kollegen berücksichtigt werden. Aus der Altersgruppe Ü-60 habe es keine Anfragen gegeben. Sie seien bereits geimpft, freut sich Schoppmann. Im näheren Umfeld sei ihm keine betriebseigene Impfstation bekannt, weshalb auch andere Unternehmen nach Impfterminen fragten. Doch diese Bitte muss LMC mit Verweis auf die große Impfbereitschaft der eigenen Belegschaft ablehnen.

Die genauen Kosten für die jedem Mitarbeiter seit Ende letzten Jahres einmal wöchentlich zur Verfügung gestellten Corona-Tests, die hierfür eigens errichteten Zelte, bereitgestellte Tests für Zuhause sowie das nun angelaufene Impfangebot auf dem Betriebsgelände möchte Schoppmann nicht konkret beziffern. Nur so viel: „Wir bewegen uns da im sechsstelligen Bereich. Wir sind mit den engmaschigen Tests gut gefahren und konnten größere Ausbrüche verhindern. Am Arbeitsplatz herrscht natürlich Maskenpflicht.“

Das Test-Equipment wird laut Schoppmann noch bis Ende des Jahres aufgebaut und im Einsatz bleiben. Und sollte weiterer Impfstoff verfügbar sein, soll am kommenden Samstag bereits die nächste Gruppe zum ersten Mal geimpft werden. „Als Arbeitgeber haben wir schließlich auch eine Fürsorgepflicht.“

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