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Fehrenkötter feiert runden Geburtstag

90 Jahre Transportlogistik

Sassenberg

Richtig betrachtet können mangelnde Transportmöglichkeiten auf dem Land und das Fehlen eines ernstzunehmenden Eisenbahnanschlusses ein echter Gewinn sein.

Ulrike Brevern

Zum 90. Geburtstag ihrer Spedition zog es Joachim und Sandra Fehrenkötter zurück zur alten Wirkungsstätte auf dem Gebrasa-Gelände, um dort gemeinsam zu feiern. Foto: Ulrike von Brevern

So war es jedenfalls bei Heinrich Fehrenkötter, der eigentlich Landwirt werden sollte, dann aber eine ganz andere Marktlücke auftat. Vor 90 Jahren gründete er in Sassenberg sein Transportunternehmen. Am Mittsommernachtstag kehrten die Nachfahren an die Wirkungsstätte des Ahnen zurück, um in großer Runde das Firmenjubiläum des heute in Ladbergen ansässigen Speditionsunternehmens zu feiern.

160 geladene Gäste, darunter auch Landrat Olaf Gericke und Dr. Bernard Krone, Senior des gleichnamigen Landmaschinenherstellers aus Spelle, gratulierten auf dem Gebrasa-Gelände. Das ehemalige Fabrikgelände des Garnherstellers steht in doppelter Hinsicht in Verbindung mit dem Unternehmen. „Dies war die erste Ladestelle des Transportunternehmens“, erinnerte Sandra Fehrenkötter. Ihr Mann Joachim steht in dritter Generation an der Spitze des Familienunternehmens.

Viele Jahre lang trugen die roten Fehrenkötter-Lkw den Schriftzug „Gebrasa Wolle“. Heute sind die Laster orange und in einer Hallen der ehemaligen Fabrik hat Joachim Fehrenkötter die umfangreiche unternehmenseigene Sammlung historischer Lastkraftwagen, speziell der Firma Büssing, untergebracht, die neben einem modernen Lastboliden die Kulisse für die große Jubiläumsfeier bildeten.

Ein hochglanzpoliertes Modell des allerersten Speditionsfahrzeugs, eines Krupp L3, zog gleich hinter dem Torbogen die bewundernden Blicke auf sich. Ein braver Transporteur, aber durch Vollgummibereifung für den Fernverkehr kaum zumutbar, erzählte David Fehrenkötter. Sein Vater Robert, der jüngste Sohn des Firmengründers, führte das Geschäft ab 1969.

Robert Fehrenkötter entwickelte unter anderem das Plateaufahrzeug, mit dem die in Sassenberg produzierten Wohnwagen effektiv abtransportiert werden konnten, berichtete sein Sohn über ein imposantes Zugfahrzeug vis á vis. Auch für Landmaschinen, ein wesentliches Standbein des Logistikers erwies es sich als ideal. Während in Sassenberg die historischen Wurzeln liegen, ist die Spedition Fehrenkötter inzwischen der Infrastruktur hinterher gezogen. Seit 2001 residiert der Transportlogistiker in direkter Nachbarschaft der A1 in Ladbergen.

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