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Workshop zu historischen Farbpigmenten

Alte Techniken begeistern

Füchtorf

Historische Wandmalereien finden sich einige im Herrenhaus Harkotten. Mit ihrer Entstehung beschäftigten sich nun die Teilnehmerinnen des Workshops „Farben um 1800“.

Jutta Steinsiek, Gisela Haubold, Workshopleiterin Eva Möllenkamp, Yvonne Langner und Tochter Katja (v.l.) sind Fans alter Pigmentfarben, die sie beim Workshop ausprobierten. Foto: Marion Bulla

„Farben um 1800“, so lautete der Titel des Workshops, der jetzt am Herrenhaus Harkotten angeboten wurde. Es war ein Seminar zum Umgang mit Farbmaterialien und Pigmenten. „Es geht darum, die alten Techniken der Wandmalerei, die hier im Herrenhaus zu finden sind, kennenzulernen. Wir malen mit alten Farbstoffen, von denen manche auch heute noch verwendet werden. Lapislazuli etwa“, erzählte Eva Möllenkamp, die das Seminar fachkundig leitete.

Im 19. Jahrhundert habe sich in der Malerei viel geändert, was die Farbstoffe angehe. Es wurden jetzt synthetische Pigmente verwendet. „Die waren viel haltbarer und günstiger in der Herstellung und ungefährlich. Denn manch eine Farbe war damals hochgiftig“ erklärte die Fachfrau weiter.

Schablonenmalerei steht im Vordergrund

Besonders die Schablonenmalerei stand beim Seminar im Vordergrund. Denn auch im Haus Harkotten gibt es viele solcher dekorativen Ranken und Bögen. Die Teilnehmerinnen probierten Schablonen aus, die sie als Grundlage nahmen.

„Ich habe auch Fliesen mitgebracht, die ich so präpariert habe, dass sie etwa den Bedingungen eines Wandfrieses entsprechen“, bemerkte die ausgebildete Restauratorin und zeigte auf einen Tisch hinter sich, auf dem einige Exemplare zu sehen waren.

„Ich bin sehr gespannt, was ich heute hier lerne“, freute Teilnehmerin Jutta Steinsiek sich auf den Workshop. Die Borgholzhauserin ist selbst Künstlerin und möchte neue Themen angehen und in Zukunft gerne auch zu den historischen Farbpigmenten wechseln.

Ausgedehnte Führung

Auch Gisela Haubold war unter den Seminarteilnehmerinnen und auch sie interessiert sich für die alte Technik. „Ich möchte mich inspirieren lassen und Neues mit Altem verbinden“, sagte die Warendorfer Künstlerin.

Yvonne Langner hat sich von Tochter Katja überreden lassen, die gerne zeichnet und ebenfalls neugierig ist, wie anders das althergebrachte Malen ist. „Meistens male ich mit Tinte“, so die 17-Jährige. Am Ende gab es für alle Teilnehmerinnen noch eine ausgedehnte Führung durch das Herrenhaus, wo sie die alten Wandmalereien bestaunen konnten. „Ich war noch nie da“, zeigte Jutta Steinsiek sich begeistert.

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