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Impfstart in der nächsten Woche

Apotheken warten zunächst ab

Sassenberg

Die Apothekerinnen in Sassenberg und Füchtorf sind nicht wild darauf, selber zu impfen. In der Park-Apotheke hat Maike Sendfeld aber zumindest schon die notwendige Schulung besucht.

-uvb-

Maike Sendfeld (l.) Foto: Ulrike von Brevern

Ab 8. Februar können sich die Deutschen ihre Corona-Impfung auch in einer Apotheke geben lassen – allerdings nicht in Sassenberg und Füchtorf. Wie vielerorts sind die heimischen Apothekerinnen eher skeptisch was das neue Angebot angeht. „Die Verantwortung wollen wir nicht übernehmen. Wir haben ja nicht einmal einen Arzt in der Nähe, falls wirklich mal etwas passieren würde“, lehnt Marianne Berding, Inhaberin der Linden-Apotheke in Füchtorf die Möglichkeit grundsätzlich ab.

In Sassenberg ist man offener, dennoch planen weder die Park- noch die Amts-Apotheke den sofortigen Einstieg. „Das ist räumlich schwierig und wir haben auch schon so soviel zu tun mit dem Testen“, sagt Inhaberin Claudia Botschner, zeigt sich allerdings an einer Schulung, die dem Angebot ohnehin vorausgehen muss, interessiert.

Warten auf die nächste Welle

Maike Sendfeld, Apothekerin in der Park-Apotheke, hat die Fortbildung bereits absolviert und könnte starten. Ihre Chefin, Annette Korte, will im März teilnehmen. Mindestens zwölf Stunden setzt die Apothekerkammer für die Schulung an. Theorie, Impfpraxis, und Ersthilfe bei Problemen stehen auf dem Programm, online, offline und im Selbststudium. Der Lernerfolg wird kontrolliert. „Es war sehr interessant, die Impfstoffe einmal genau kennenzulernen“, lobt Sendfeld. Das Impfen wurde am „Kunstarm“, aber auch gegenseitig geübt. Einsteigen will das Team trotzdem noch nicht. Es fehle noch ein geeigneter Raum und die Nachfrage sei gegenwärtig auch gar nicht so hoch, schätzt Korte. Aber so sei man vorbereitet, wenn die nächste Welle kommt.

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