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Weniger Einnahmen, explodierende Ausgaben

Badesaison 2020 hinterlässt großes Defizit

Sassenberg

Die Corona-Pandemie hat natürlich auch Auswirkungen auf die Badesaison 2020 gehabt. Da die Zahl der Besucher deutlich niedriger als im Vorjahr war, waren auch die Einnahmen geringer und der Zuschussbedarf höher.

Ulrike von Brevern

Am Freibad regelte am Ende der vergangenen Badesaison eine Zugangsampel den Badeverkehr. Dennoch wurde auch mehr Kassenpersonal zur Kontaktnachverfolgung gebraucht. Foto: Ulrike von Brevern

Weniger Besucher, weniger Einnahmen, aber deutlich gestiegener Aufwand – so lauten die Eckdaten der Badesaison 2020. Der Zuschussbedarf der Bäderbetriebe stieg dadurch um rund 148 000 Euro auf 395 000 Euro legte Hauptamtsleiter Martin Kniesel im Sozial-, Jugend-, Kultur - und Sportausschuss die Zahlen konkret auf den Tisch. Besonders gelitten unter dem Corona-Sommer hat das Strandbad, dessen Saison im vergangenen Jahr extrem kurz war. Zudem schlugen hier die pandemiebedingten Einlassbeschränkungen besonders hart zu Buche. „Die Saison ist zwar nicht ins Wasser, dafür aber beinahe ausgefallen“, fasste Kniesel zusammen.

Im Freibad ging die Zahl der Besucher um 25 Prozent zurück, im Strandbad um 70 Prozent. Dadurch verzeichnete das Freibad mit 25 000 Euro einen Einnahmeverlust von rund 35 Prozent. Im Strandbad gingen die Einnahmen um die Hälfte auf rund 50 000 Euro zurück.

Zwar sanken durch die kurze Saison die Energiekosten, dafür wurde wesentlich mehr Personal benötigt, um trotz Coronaauflagen öffnen zu können. Im Strandbad klaffte damit die Schere zwischen Erträgen und Aufwendungen nach der durch die Bauarbeiten am Piratenschiff beeinträchtigen Saison 2019 im zweiten Jahr, nun überdeutlich auseinander. Knapp 150 000 Euro musste die Stadt aufwenden, um den Badebetrieb hier sicherzustellen, rund 25 000 Euro mehr als im Jahr zuvor.

Durch die eingesetzte Software sei es gelungen, Massenansammlungen am Strandbad, in dem nur bis zu 750 Gäste begrüßt werden durften, zu verhindern sagte Kniesel. Dennoch sah er noch Optimierungsbedarf. Die Aussicht auf die kommende Saison sei offen.

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