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Freibad erhält Schwimmbadlift

Barrierefreiheit endet nicht am Beckenrand

Sassenberg

Gehandicapte Menschen sollen sich künftig im Freibad auf eine Ein- und Ausstiegshilfe ins Schwimmbecken verlassen können. Damit steht auch für diese Personengruppe dem Spaß am Baden weniger im Weg.

Von Ulrike von Brevern

Neben der Einstiegstreppe zum Nichtschwimmerbecken könnte der Lift montiert werden, zeigt Schwimmmeisterin Ute Ruetz. Foto: Ulrike von Brevern

Das Freibad im Brook soll einen Schwimmbadlift erhalten, um Barrierefreiheit zu erreichen. Einem entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion von Anfang des Jahres stimmte der Haupt und Finanzausschuss am Donnerstag zu. Der Lift wird nach derzeitigem Stand ohne die notwendige Bodenverankerung knapp 9 000 Euro kosten und soll in den Haushaltsplan für 2023 eingestellt werden.

„Barrierefreiheit darf nicht an der Beckenkante enden“, betonte Ralf Brinkkemper (SPD) mit Bezug auf die bereits geplante Barrierefreiheit im Zuge der Sanierungs- und Umbauarbeiten am Freibad, die voraussichtlich nach der Badesaison starten werden. Auch Peter Holz bestätigte: „Das macht ja wirklich Sinn!“ Er verwies allerdings zugleich auf mögliche Folgekosten durch die technische Wartung, die berücksichtigt werden müssten.

Bodenhülsen sorgen für sichere Verankerung

Das Team von Schwimmbad und Verwaltung hat einen Lift ins Auge gefasst, der mobil ist und mit Hilfe von Bodenhülsen theoretisch an wechselnden Stellen am Beckenrand verankert werden kann. Die Ein- und Ausstiegshilfe ist zunächst für Rollstuhlfahrer oder andere, motorisch eingeschränkte Personen gedacht. Sie können damit selbstständig mit Hilfe der Schwimmmeister ins Wasser gelangen. Auch für Kinder, die sonst nicht am Schwimmunterricht teilnehmen könnten, sei das Gerät hilfreich, erläuterte Hauptamtsleiter Thorsten Puttins das Vorhaben. Ein mobiles Gerät zu beschaffen, sei auch sinnvoll, damit es diebstahl- und vandalismussicher aufbewahrt werden könne, wenn das Schwimmbad nicht genutzt werde, so Puttins.

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