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Stadt modernisiert Kläranlage

Belüftungstechnik wird optimiert

Sassenberg

Die Stadt Sassenberg muss rund eine halbe Millionen Euro in die Optimierung der Belüftungstechnik in den Belebungsbecken der Kläranlage stecken. Im Zuge des Austauschs von defekten Belüftern im Frühjahr waren starke Korrosionsschäden sowie Ablagerungen und Verstopfungen festgestellt worden.

Ulrich Lieber

Die Belebungsbecken der Kläranlage sollen auf den neuesten Stand gebracht werden. Dazu soll die Belüftungstechnik optimiert werden. Foto: Lieber

Das Ingenieurbüro Frilling sieht hier dringenden Handlungsbedarf. Darum stellte Jürgen Varnhorn in der Sitzung des Betriebsausschusses am Dienstag die Pläne zur Optimierung vor.

Varnhorn erklärte, dass im Zuge dieser Arbeiten das vorhandene Belüftungssystem durch sechs zusätzliche Belüftungsgitter erweitert werden sollte. Er errechnete, dass sich diese Investition innerhalb von sieben Jahren amortisieren werde. Die Alternative, ein neues Belebungsbecken zu bauen, würde rund eine Million Euro kosten und sei damit unwirtschaftlich.

Zu optimieren sind gleich drei Belebungsbecken. Varnhorn machte deutlich, dass allein der Energieverbrauch der Becken I und II im Verhältnis zum Becken III, das 2013 verfahrenstechnisch umgestellt worden war, gravierend sei. Er schlug vor, das Belüftungssystem gegen Oberflächenbelüfter auszutauschen und wies auf ein jährliches Einsparpotenzial von rund 11 500 Euro hin. Theo Schlotmann, Leiter des Wasserwerkes, erklärte, dass die Stadt Fördermittel beim Land beantragen werde, die 30 Prozent der Kosten decken würden. Die Chancen auf die Förderung seien sehr gut, aber auch ohne die Förderung sei die Optimierung wirtschaftlich und zudem auch notwendig.

Freuen dürfen sich die Sassenberger darüber, dass die Kosten für die Entwässerung leicht sinken. Das macht für einen Haushalt im Jahr etwa zehn bis 15 Euro aus.

Der milde Winter hat die Rattenpopulation in Sassenberg ein wenig erhöht, so dass im Frühjahr wieder eine weitere Bekämpfungsaktion geplant ist.

Gut gewappnet ist die Stadt gegen Hochwasser, wie die aktuelle Hochwassergefahrenkarte der Bezirksregierung zeigt. Hier ist nicht mit größeren Schäden zu rechnen, das gilt sowohl für Hochwasser durch die Hessel als auch durch Hochwasser durch heftigen Niederschlag, wie zuletzt in Münster.

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