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Szenische Lesung „Der schwarze Obelisk“

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Anlässlich des 50. Todestages von Remarque im vergangenen Jahr wollten Ulrike Pepmüller und Hartmut Heyl die Erinnerung an den Schriftsteller auffrischen. Sie präsentierten eine szenische Lesung aus dem Roman „Der schwarze Obelisk“.

Die Osnabrücker Harmut Heyl und Ulrike Pepmöller (v.l.) präsentierten am Freitagabend die szenische Lesung „Isabelle“ aus Erich Maria Remarques Werk „Der schwarze Obelisk“. Foto:

Endlich wieder mehr Kultur, dachten sich die Gäste der szenischen Lesung aus dem Roman „Der schwarze Obelisk“ des weltbekannten Osnabrücker Schriftstellers Erich Maria Remarque in der evangelischen Gnadenkirche am Freitagabend. Der Zwischenkriegsroman spielt im Jahr 1923 in Osnabrück, im Buch Werdenbrück genannt. Das Buch trägt viele autobiografische Züge, so ähnelt Protagonist Ludwig Bodmer in mancherlei Hinsicht Remarque. Die Hauptfigur des Romans spielt in der Gertrudenkirche, die zu einer Irrenanstalt gehört, Orgel und verliebt sich dort in die Patientin Isabelle.

Die Dialoge zwischen dem Organisten und Isabelle arbeitete das Theater-Projekt am Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaft der Universität zu einer Lesung aus. Anlässlich des 50. Todestages von Remarque im vergangenen Jahr wollten Ulrike Pepmüller und Hartmut Heyl die Erinnerung an den Schriftsteller auffrischen. „Er gehört zu den meistverkauften deutschen Schriftstellern und mit der Lesung möchten wir ihn den Menschen ins Gedächtnis rufen“, erklärte Heyl. Mit Ulrike Pepmüller arbeitet er bereits seit vielen Jahren zusammen. Als eingespieltes Team standen sie daher in der Gnadenkirche und spielten sich gekonnt die Bälle zu. Die Zuschauer durften sich dabei nicht nur über die Auszüge des Romans freuen, sondern auch über Heyls musikalisches Intermezzo am Keyboard.

Die szenische Lesung wollten sich Ilga Mersmann und Gisela Buck nicht entgehen lassen. Die Sassenbergerinnen gehörten zu den ersten Zuschauern, die in der Kirche Platz fanden. „Ich habe schon früher die Bücher von Remarque verschlungen“, gestand Buck. Beide kannten allerdings nicht „Der schwarze Obelisk“, waren daher gespannt auf die Darbietung und wurden nicht enttäuscht. Heyl und Pepmöller gingen in den Figuren auf und nahmen die Zuschauer mit auf eine bewegende und gleichzeitig verstörende Reise in die Beziehung zwischen Ludwig und Isabelle.

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