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Von Ausstellung bis Waffelbacken

Bunter Mix zum autofreien Sonntag

Sassenberg

Wer das Auto am Sonntag stehen ließ, um seinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, fand auch ohne in der Sassenberger Innenstadt einen bunten Mix an Unterhaltung. Den Auftakt bildete ein Kindermusical in der Kirche.

-cirm-

Linnea Wiesner (oben,l.) und Lousia Klein (r.) boten ein „Sportabzeichen“ für Kinder an. Foto: Christopher Irmler

Mit zahlreichen Aktionen beteiligte sich die Katholische Pfarrgemeinde St. Marien und Johannes am autofreien Sonntag. Den Auftakt machte der Kinderchor unter der Leitung von Laura Loers. Im Rahmen der Heiligen Messe präsentierten sie in einem kleinen Musical die Geschichte des Turmbaus zu Babel. „Eine sehr alte Geschichte, die aber nichts von ihrer Aktualität verloren hat“, betonte Pfarrer Andreas Rösner, der zugleich den Bezug zum Aktionstag herstellte. Denn auch aktuelle Entwicklungen seien vergleichbar. Profit und Gier und die damit verbundene Ausbeutung der Schöpfung seien in den Vordergrund geraten. „Es wird gefährlich, wenn der Mensch keine Grenzen mehr kennt.“ Es sei wichtig, den Blick füreinander zu behalten und nicht den auf vielfältige Art ausgetragenen Wettstreit zu suchen, so Rösner auch mit Verweis auf den Ukrainekrieg.

Pfarrer Andreas Rösner verteilte Samen für bunt blühende Gärten. Foto: Christopher Irmler

Jeder Mensch könne einen Beitrag leisten, betonte Rösner und verteilte Blumensamentüten für kleine Blütenoasen im heimischen Garten. Im Pfarrheim präsentierten geflohene Künstler 49 Bilder zum Thema Heimat. Bereits vor zwei Jahren hatten sie sich mit dem Thema auseinandergesetzt, Corona verschob die Präsentation immer wieder. Elisabeth Lückewerth sprach von einer „bedrückenden Aktualität“, die die Ausstellung nun habe. Und dennoch gebe es auch positive Signale. Zwei der Bilder zeigten den Kirchturm der Johanneskirche. „Ich finde, es ist ein klares Zeichen. Hier ist unser neuer Lebensmittelpunkt.“

Die Messdienerinnen Nele Vahl, Verena Heuer, Emily Mersmann und Sarah Kraßort backten Waffeln für Bäume in Afrika. Foto: Christopher Irmler

Am Nachmittag setzten sich Messdienerinnen der Gemeinde ein. Sie verkauften vor dem Johanneum Waffeln und wollen mit dem Verkaufserlös die Beschaffung von Baum-Setzlingen in Afrika ermöglichen.

Gänzlich unmotorisiert waren auch weitere Aktionen an diesem Sonntag möglich. So führten weitere Messdienerinnen interessierte Gäste auf den Kirchturm, von wo aus die Gäste bei strahlendem Sonnenschein einen besonderen Blick über die Hesselstadt genießen konnten. In Füchtorf bestand die Möglichkeit, die Orgel näher unter die Lupe zu nehmen, in der Sassenberger Pfarrkirche bot Dr. Ansgar Russell Führungen an.

Im Pfarrheim freuten sich Basel, Jan, Amira, Fatema, Amira und Yousef Ali gemeinsam mit Elisabeth Lückewerth und Mohamd Alia über die Besucher ihrer Ausstellung. Foto: Christopher Irmler

Ganz praktisch ging es derweil auf dem Mühlenplatz zu. Hier waren Louisa Klein und Linnea Wiesner im Einsatz. Die beiden Mitglieder der VfL-Leichtathletikabteilung boten ein „kleines Sportabzeichen“, bestehend aus drei Disziplinen an. Bevor die Teilnahmeurkunden überreicht wurden, wurde aus dem Stand gesprungen, gesprintet oder geworfen. „Die Kinder sollen einfach Erfolgserlebnisse und Spaß haben“, betonte Wiesner. Mit dem Angebot wolle man die Freude an der Bewegung wecken. Mit Blick auf die strahlenden Kinderaugen durfte man getrost feststellen: Ziel erreicht.

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