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Zukunftssichere Nahwärmeversorgung mit erneuerbaren Energieträgern

Der richtige Zeitpunkt ist jetzt

Füchtorf

Freiherr Max von Korff und Ludger Möllenbeck warben im jüngsten Ortsausschuss für ein klimafreundliches Nahwärmenetz mit regionalen erneuerbaren Energieträgern in Füchtorf. Projektpatner ist die Genossenschaft Teutoburger Energie.Möglich ist auch eine Bürgerbeteiligung.

Von Michèle Waßmann

Stellten die Projektidee zur Errichtung eines Nahwärmenetzes in Füchtorf vor (v.l.): Frank Mechelhoff (Abteilung Netzbetrieb), Maike Scuka ( Unternehmenskommunikation). Bürgermeister Josef Uphoff, Initiator Max Freiherr von Korff; Klimamanager Hendrik Veith, Michael Grosse Kettler, (INeg) und Initiator Ludger Möllenbeck Foto: Michèle Waßmann

„Wir stellen heute die Frage nach Daumen hoch oder Daumen runter“, erklärte Freiherr Max von Korff im jüngsten Ortsausschuss gleich zu Beginn seiner Präsentation zu einem möglichen Nahwärmenetz in Füchtorf. Das plant er zusammen mit Ludger Möllenbeck und der TEN (Teutoburger Energie Netzwerk eG) unter dem Motto „Gemeinsam für eine klimafreundliche Zukunft mit regionaler Energie“.

Von Korff skizzierte die Ziele der zukunftssicheren Nahwärmeversorgung mit erneuerbaren Energieträgern mit den Stichworten „Versorgungssicherheit“, Einsparung von CO2, dem Wegfall von fossilen Brennstoffen. Außerdem hätte Füchtorf dann ein Wärmenetz, das andere Orte nicht hätten, betonte von Korff und bot gar die Möglichkeit einer Bürgerbeteiligung an. Schließlich sei auch die TEN eine Genossenschaft und auch das mit der Konzeptstudie beauftragte Ingenieurbüro INeG gehöre zum Verbund der Genossenschaften von Raiffeisen und Volksbank.

Bürgermeister Josef Uphoff

Einen guten Standort für den Bau des Kraftwerkes gebe es auf dem Gelände der Kläranlage. Der Kessel einer Zwei-Megawatt-Anlage sei im übrigen so groß wie etwa der halbe Versammlungsraum bei Artkamp in dem man gerade tage. Hinzu kämen natürlich weitere Bauten und ein größeres Holzhackschnitzel-Zwischenlager.

Es hänge natürlich alles davon ab, wie viele Bürger mitmachten. In der derzeitigen Fokusregion (dem Wohngebiet zwischen der Milter Straße, die den Ort im Norden begrenzt bis zur Vinnenberger Straße, die mittig durch den Ort verläuft) liegen rund 250 Häuser, der Kindergarten St. Marien, Sporthalle, Grundschule das Gewerbegebiet Osteresch und die Industriebetriebe im „Zum Buckesch“.

Am Wochenende haben Max von Korff und seine Kinder an alle in Frage kommenden Haushalte einen Fragebogen verteilt. Zusammen mit Möllenbeck bittet er um eine schnelle Rückgabe der ausgefüllten Bögen. Denn nur so könne man planen und einen Bedarf ermitteln. Ganz klar wurde im Ortsausschuss versichert, das man mit der Bekanntgabe der Daten keinerlei zukünftige Verpflichtung eingehe. Sollten die Rückläufer schon im November per WhatsApp, Mail oder im roten Briefkasten am Raiffeisen-Parkplatz landen, könnte eine aussagekräftige Konzeptstudie schon im Januar 2023 vorliegen.

Netzausbau bringt Schmutz und Lärm

Von Korff verschwieg auch nicht, dass der Netzausbau Schmutz und Lärm verursachen wird. Aber wenn alles gut liefe, könne das Heizkraftwerk schon Mitte 2024 in Betrieb genommen werden. Bei einem prognostizierten Energiebedarf von sechs Millionen Kilowattstunden würden 1,5 Millionen aus der örtlichen Biogasanlage kommen und 4,5 Millionen aus nachwachsenden Brennstoffen. Bei einer angenommenen Einsparung von 600 000 Litern Heizöl beziehungsweise Erdgas ließe sich der CO₂-Ausstoß um 2 000 Tonnen verringern.

Daumen hoch für Nahwärmeversorgung

Bei der angeregten Diskussion im Ausschuss wurde schnell klar, dass die einhellige Tendenz auf „Daumen hoch“ steht.

Jetzt müssen nur noch die Bürger mit ins Boot geholt und vom Projekt überzeugt werden. Max von Korff unterstrich: „Die beste Zeit ist jetzt.“

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