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Ferienbaustellen pünktlich abgeschlossen

Die Schulen sind bereit zum Start

Sassenberg

Ob neue Fenster für das Foyer der Sekundarschule oder das Verschließen von Heizungsnischen an der Füchtorfer Grundschule: Größere Bauarbeiten an den Schulen werden am besten dann erledigt, wenn die Nutzer Urlaub haben. In diesem Jahr war das angesichts der Probleme am Bau nicht ganz einfach, besonders als innerhalb weniger Wochen ein kompletter Klassenraum aus dem Boden gestampft werden musste.

Von Ulrike von Brevern

An der Sekundarschule begutachtet Direktorin Elisabeth Suer (l.) mit Marcel Krieft von der Stadt die neue Fensterfront mit zeitgemäßem Rauchabzug. Foto: Ulrike von Brevern

Die Ferienzeit ist an den Schulen Bauzeit. Während sich Schüler und Lehrer erholen, haben die Handwerker freie Bahn. Zwar standen in diesem Jahr für Marcel Krieft, Hochbauverantwortlicher bei der Stadt, in diesem Bereich keine Mammutprojekte an, doch Fachkräftemangel, Lieferkettenprobleme und insgesamt volle Auftragsbücher bei den Unternehmen, sorgten für den Teufel im Detail.

Besonders herausfordernd in dieser Hinsicht zeigte sich der Bedarf der Johannesschule: Nachdem die Anmeldezahlen erneut eine Dreizügigkeit für die Grundschule im Brook ergeben hatten, musste kurzfristig ein neuer Klassenraum her. Ein zum Hausmeisterraum umfunktionierter ehemaliger Klassenraum wurde entrümpelt und zum schmucken Klassenzimmer komplettsaniert. Krieft hebt hier die engagierte Zusammenarbeit heimischer Firmen hervor, durch die es trotz kurzer Vorwarnzeit gelungen sei, pünktlich fertig zu werden, so dass sich die neue 1c ab kommender Woche hier wohlfühlen kann.

Schulen Ferienrenovierung Sekundarschule Foto: Ulrike von Brevern

Wohlfühlen können sich schon jetzt in der letzten Ferienwoche Rektorin Maria Erdmann und Sekretärin Elke Ackermann. Der Verwaltungstrakt, der sich bei Sonnenschein kräftig aufheizt, bekam eine Klimaanlage. Insgesamt rund 25 000 Euro flossen in beide Maßnahmen.

Dunkle, hässliche Heizungsnischen sind verschwunden, freut sich Andrea Schütz an der Füchtorfer Grundschule. Foto: Ulrike von Brevern

Rund 30 000 Euro wurden im Obergeschoss der Füchtorfer Grundschule verbaut - sehr zur Freude von Andrea Schütz, die gerade ihr Klassenzimmer der 3a auf die Unterrichtszeit vorbereitet. Die dunklen, hässlich braunen Heizungsnischen sind verschwunden – allerdings weniger aus optischen, als aus energetischen Gründen, erklärt Krieft. Durch das Isolieren wird nicht länger nach außen geheizt. Moderne Heizkörper ergänzen das Konzept. Im kommenden Jahr soll das Untergeschoss folgen.

Elisabeth Suer über die neue Fensterfront

Am aufwendigsten waren die Arbeiten in der Sekundarschule und hier sind die Handwerker auch nicht ganz fertig geworden. Sowohl wegen des Brandschutzes als auch aus energetischen Gründen wurde die Fensterfront oben im Foyer von Haus eins komplett erneuert. „Das war überfällig“, sagt Schuldirektorin Elisabeth Suer. Statt Einfachverglasung gibt es nun Dreifachverglasung. Die fünf Rauchabzüge in den Fenstern hoch über den Köpfen werden künftig per Motor bewegt. Um größere Öffnungen zu ermöglichen, wurden Säulen zwischen den Fenstern abgebrochen. Warum die manuelle Bedienung der Rauchabzüge, für die eine Leiter notwendig war, so lange unbeanstandet blieb, können weder Krieft noch Suer beantworten. Für die neue Lösung fehlen noch die Motoren, die aber noch vor den Schülern kommen sollten.

Der Umbau des Fotolabors zum Besprechungszimmer dagegen wird im laufenden Schulbetrieb geschehen, sollte allerdings nicht stören, so Krieft. Die Jalousien für weitere Klassenzimmer müssen allerdings bis zum Herbst warten.

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