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„Stricklieseln“ am St.-Josef-Altenzentrum

Diese Socken halten ewig

Sassenberg

Sie stricken und häkeln auch als Auftragsarbeit gegen eine Spende – die „Stricklieseln“ am St.-Josef-Altenzentrum sind mit ganz viel Elan und Freude bei der Sache, wenn sie sich regelmäßig in ihrer Handarbeitsrunde treffen. Und sie laden alle Interessierten ein, gerne die Runde zu vergrößern.

Von Marion Bulla

Stricken und häkeln für den guten Zweck (v.l.): Hedwig Möllers , Claudia Schmiereck, Margret Voß, Marlies Will und Ingrid Traulsen frönen am Altenzentrum ihrem Hobby, der Handarbeit. Foto: Marion Bulla

„Ich finde es toll, dass man hier Stricken kann. Das mache ich nämlich leidenschaftlich gerne“, freut sich Marlies Will, die für 14 Tage in Kurzzeitpflege in der Einrichtung untergebracht ist, über das Angebot der „Stricklieseln“ im Altenzentrum. Im Turnus von zwei Wochen treffen die Damen sich immer montags von 15 bis 17 Uhr, um ihrem Hobby, der Handarbeit, nachzugehen.

Vor exakt 20 Jahren haben die fleißigen Damen, den Treff, der aus ehemaligen Sängerinnen des Pfarrcäcilienchores entstand, gegründet, um einen Beitrag für die neue Orgel in der katholischen Kirche zu erwirtschaften. „Wir haben unsere selbst gestrickten Socken und andere Arbeiten verkauft und damals 4000 Euro zusammenbekommen,“ erzählt Hedwig Möllers, eines der Gründungsmitglieder nicht ohne Stolz.

Als die Orgel dann schließlich angeschafft werden konnte, strickten und häkelten die „Stricklieseln“ trotzdem einfach weiter. Mit dem Ziel andere soziale Projekte zu unterstützen. „Wir haben einfach Spaß daran. Es entspannt und immer lesen geht ja auch nicht“, erklärt Hedwig Möllers die Beweggründe. Seither sind schon so etliche Socken, Schlüsselanhänger und andere gestrickte oder gehäkelte Kleinwaren entstanden. Auch als Auftragsarbeiten gegen eine Spende oder als kleine Auswahl im Altenheim bieten sie ihre Handarbeiten an.

Zehn Stunden für ein Paar Socken

Zehn Stunden brauchen die flinken Damen für ein Paar Socken, das am Ende für 12,50 Euro den Besitzer wechselt. „Die halten ewig“, versichern die Handarbeiterinnen unisono. Ingrid Traulsen favorisiert das Häkeln.

„Ich bin eher für das Grobe“, sagt sie und lacht. Sie arbeitet derzeit an einer Babydecke im eher untypischen Gelbton. „Das ist für mein Patenkind. Sie ist schwanger und weiß noch nicht, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird“, erklärt Ingrid Traulsen.  Übrigens, das typische Klappergeräusch ertönt seit kurzem nicht mehr, denn die „Stricklieseln“ arbeiten mit Nadeln aus Bambusholz.

Stricken mit Bambusholz

Die geschickten Damen freuen sich übrigens über jeden, der dazukommen möchte. Sei es mit oder auch ohne Strickzeug.  Man könne auch einfach nur so zum Klönen oder anderen Handarbeiten dazukommen. Bei ihnen sei jeder herzlich willkommen, betont Hedwig Möllers.

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