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Haus Harkotten

Doppeltes Konzertvergnügen

Füchtorf

Zeitgleiches Doppelkonzert auf Haus Harkotten am 1. September: Das Publikum wechselt den Ort: Teil 1 (im Wappensaal) spielt das Leitzinger Bassoon Quartett sein Programm „Vierfagöttlich“ und Teil 2 (in der Kapelle) präsentieren Piotr Lato (Klarinette) sowie Tomasz Zawierucha (Gitarre) ihr Programm Barock und Bachiana.

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Tomasz Zawierucha, ist Preisträger großer Wettbewerbe, in Europa und Asien gefragt, und ist Professor an der Folkwang Universität der Künste in Essen

Vor dem Doppelkonzert um 17.30 Uhr führen Myriam Freifrau von Korff, der Bauforscher Laurenz Sandmann und weitere Mitglieder des Vorstands der „Freunde und Förderer des Denkmals Harkotten e.V.“ durch das Erdgeschoss des Herrenhauses. Der Eintritt ist frei.

„Vierfagöttlich“ ist irgendwie göttlich. Und wann sonst hört und sieht man solch ein Doppelrohr-Bläserquartett! Fagottverrückt, holen die vier Leitzinger Bassoonisten schon als Solofagottisten ihrer Orchester – Petersen beim Gewandhausorchester Leipzig, Schulz ist dort Akademist, Naumov bei der Musikalischen Komödie an der Oper Leipzig, Ventulett war im Frankfurter Opern- und Museumsorchester – alles aus ihren Fagotten raus. Noch doller aber treiben sie’s zu viert, wenn sie groß besetzte Stücke der Klassik für sich arrangieren (lassen) oder zeitgenössische Stücke adaptieren. Im Fagottquartett hat wie im Streichquartett jede einzelne Stimme Soloqualität, und jeder spielt, so dass man keine Lage vermisst, den Charakter seines Lieblingsinstruments voll aus: den unvergleichlichen reed-sound der beiden Blätter, kantable, geschmeidig-schmeichelnde Höhen oder ein sonores Grunzen in der Tiefe, das noch heimeliger wird im Kontrafagott eine Oktave darunter. Auf dem Programm stehen Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Marc Mellits, Maurice Ravel, Antonín Dvorák.

Barock und Bachiana: Klangzauber und bezaubernde Rhythmen, entzückend nahe und fremde Melodien über vielschichtigen Harmonien, mit spannendem Kontrapunkt – auf Barock, Latino-Barock und -Französisch, zum vifen Schluss musique ganz à la française: Frisch und spontan, als wären sie originär für sie geschrieben, wirken die Adaptionen Lato/Zawieruchas für Klarinette und Gitarre.

Piotr Lato, vielfach ausgezeichnet, unterrichtet an der Musikakademie Krakau. In Polen ist er als Kammermusiker und Solist, er tritt mit führenden Orchestern auf, umjubelt. Tomasz Zawierucha, Preisträger großer Wettbewerbe, in Europa und Asien gefragt, ist Professor an der Folkwang Universität der Künste in Essen und Visiting Artist des Royal Conservatoire of Scotland in Glasgow. Macht die Klarinette Vivaldis und Mancinis Blockflötensonaten schon ein wenig ‚größer‘, so bietet Zawierucha auch ein charmantes Plus. Denn er spielt den Continuo auf dem Nachbau einer Stradivari. Ja, der größte Geigenbauer hat auch Gitarren gemacht! Fünf gibt es noch, nur die „Sabionari“ (1679) ist heute noch spielbar. Nach ihr ist Zawieruchas Instrument gebaut. Auf dem Programm stehen Werke von Antonio Vivaldi, Francesco Mancini, Johann Seb. Bach, Heitor Villa Lobos, Maurice Ravel, Darius Milhaud, Francis Poulenc und Jacques Ibert.

Wenn erstklassige Musiker in vielfältigen Ensemblebesetzungen ihre „Windinstrumente“ an inspirierenden Locations spielen, ist wieder „summertime“ mit summerwinds. Zum vierten Mal präsentiert die GWK–Gesellschaft für Westfälische Kulturarbeit in Kooperation mit mehr als 50 Partnern an 46 Orten im gesamten Münsterland ein internationales Musikfestival, das in Europa einzigartig ist. Alle Informationen unter www.summerwinds.de.

Das kostenlose Programmbuch gibt es bei der GWK unter gwk@lwl.org, Tel: 0251 591-3041. Pressekontakt: GWK Münster, Ingrid Raschke-Stuwe, ✆ 02 51/5 91 57 04, i.raschke-stuwe@web.de

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