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Golfer verraten im Interview, warum sie der Sport so begeistert

Drei Generationen – drei Kreise

Versmold

Hendrik Broeker, Daniela Salmen und Wilhelm Niemeyer stehen für drei Generationen aus drei Landkreisen Rede und Antwort zu ihrem Lieblingssport. Sie golfen im Golfclub Schultenhof Peckeloh.

Von und

Drei Generationen aus drei Kreisen spielen im Golfclub Peckeloh (v.l.): Wilhelm Niemeyer, Hendrik Broeker und Daniela Salmen. Foto: privat

Hendrik Broeker aus Warendorf ist 34, Daniela Salmen aus Versmold ist 55 und Wilhelm Niemeyer aus Hilter ist 84 Jahre alt. Drei Generationen aus den Kreisen Warendorf, Gütersloh und Osnabrück, die leidenschaftlich gerne Golf spielen. Der Golfclub Schultenhof Peckeloh ist der Club der drei Landkreise. Denn etwa die Hälfte der über 500 Mitglieder wohnt im Kreis Gütersloh, etwa jeweils ein Viertel in den nahe liegenden Landkreisen Warendorf und im Südkreis Osnabrück. Präsident Volker Willich meint: „Gerade in dieser schwierigen und kontaktarmen Zeit sind unsere jungen und älteren Golfspieler dankbar, dass sie – wenn auch unter Auflagen – ihrem geliebten Hobby nachgehen können.“

Ferdinand Bücker ist Pressewart des Clubs und hat versucht, herauszufinden, was Golfer und Golferinnen über ihren Sport denken und oft längere Anfahrten in Kauf nehmen. Hendrik Broeker, Daniela Salmen und Wilhelm Niemeyer stehen für drei Generationen aus drei Landkreisen Rede und Antwort zu ihrem Lieblingssport. Hendrik spielt mit einem Handicap von 15, Daniela mit 27 und Wilhelm mit 16.

Seit wie viel Jahren spielst Du Golf und wie bist Du zum Golfsport gekommen?

Hendrik aus Warendorf: Den ersten Kontakt hatte ich während meines Studiums. Vor 5 Jahren beim Schnupperkurs sind die Bälle gut geflogen und seitdem hat mich das Golf-Fieber gepackt und bis heute nicht losgelassen.

Daniela aus Versmold: Begonnen hat alles mit der Golf AG an der Schule unserer Söhne; ihre Begeisterung hat sich vor mehr als 14 Jahren auf uns übertragen und seitdem ist unsere Familie vom Golfvirus infiziert.

Wilhelm aus Hilter: Zum Eintritt in den Ruhestand vor 20 Jahren haben mir meine Töchter eine Golfausrüstung geschenkt. Erst mit 64 Jahren habe ich also meine „Golfkarriere“ gestartet.

Was schätzt Du am Golfsport besonders?

Hendrik: Golf ist facettenreich. Es erfordert Athletik, Technik, Konzentration, Strategie und Energie für die perfekte Runde. Keine Runde gleicht der anderen. Ich liebe den Wettkampf und spiele diesen Individualsport auch in der Mannschaft des GC Peckeloh.

Daniela: Die Vielfalt des Golfsports mit immer neuen Herausforderungen; die Bewegung in der Natur zu jeder Jahreszeit; das Abschalten vom (stressigen) Alltag; die interessanten Begegnungen mit anderen Golfern, das Golfen mit Freunden, der Familie oder auch einmal allein.

Wilhelm: Golfen kann man in jedem Alter und fast bei jeder Witterung. In vier Stunden legt man – mit erhöhtem Puls - etwa zehn Kilometer zurück. Ein Golfschwung mit Gelassenheit, aber hoher Konzentration führt zu einem erfolgreichen Spiel. Der freundschaftliche Austausch nach der Runde im „Loch 19“ hat für mich einen hohen Stellenwert.

Wie siehst Du den Golfsport in der öffentlichen Wahrnehmung?

Hendrik: Die besten Golfer kommen aus den USA, weil der Golfsport dort populär, nicht elitär und sehr medienwirksam ist. In meiner Altersgruppe ist Golfen leider eine Randsportart. Golfen sollte durch Schnupperkurse an den Schulen, Universitäten und in Firmen beworben werden.

Daniela: Gerade in der jetzigen Zeit des Lockdowns wissen die Menschen die Möglichkeit Sport in der freien Natur machen zu können besonders zu schätzen. Golfen verliert zunehmend sein angestaubtes Image als „elitärer Rentnersport“ und wird mehr als Gesundheitssport wahrgenommen.

Wilhelm: Die Entwicklung geht weg von der elitären Freizeitgestaltung zu einem Sport, der in der schönen Natur Gemeinschaft und Gesundheit beschert.

Warum bist Du gerade in den Golfclub Schultenhof Peckeloh eingetreten?

Hendrik: Beim ersten Besuch haben mich Trainer Gary und die Mitarbeiter im Club sehr freundlich empfangen. Von Warendorf ist der Platz schnell zu erreichen. Ein wesentlicher Punkt ist auch, dass der Platz (wegen des Sandbodens) ganzjährig bespielt werden kann. Außerdem bin ich naturbegeistert.

Daniela: Wir haben das Glück in Versmold, also in der Nähe des Golfplatzes zu wohnen. Dieser naturnahe Platz hat seinen eigenen Charme und ist eine Bereicherung für die Stadt, nicht nur auf sportlicher, sondern auch auf gesellschaftlicher Ebene. Es sind die Menschen, die diesen Golfplatz zu etwas Besonderem machen.

Wilhelm: Auch aus dem Südkreis Osnabrück ist der Weg nicht weit nach Peckeloh. Es war die Empfehlung von Freunden aus Bad Iburg. In Peckeloh gebe es eine gepflegte und anspruchsvolle Golfanlage ohne elitäres Gehabe, stattdessen eine Gemeinschaft. Dies hat sich bestätigt.

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