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Bebauung an der Wasserstraße 5: Bürgermeister soll mit den Nachbarn sprechen

„Durchpeitschen“ stößt sauer auf

Sassenberg

Rund ein Dutzend Nachbarn waren in die Kleine Herxfeldhalle gekommen, um sich zu informieren, was denn nun zwischen Wasserstraße 5 und dem Wickenkamp gebaut werden soll.

Michèle Waßmann

Das Haus an der Wasserstraße 5 soll abgerissen werden. Auf dem großen Grundstück sollen in Richtung Wickenkamp (Grünfläche im kleinen Foto) nach Wunsch des Eigentümers drei Mehrfamilienhäuser mit sechs vier & vier Wohneinheiten entstehen. Foto: Michèle Waßmann

Publikumswirksam brachte Erich Lentz (Grüne) seine Bedenken gegen den Beschlussvorschlag zur Änderung des Bebauungsplanes „Wasserstraße/Schürenstraße“ im jüngsten Infrastrukturausschuss vor, in dem er der Verwaltung vorwarf, im vereinfachten Verfahren die Änderungen „durchzupeitschen“ ohne die Öffentlichkeit frühzeitig zu unterrichten.

Thomas Middendorf

Das wies Bauamtsleiter Thomas Middendorf weit von sich: „Hier wird niemand übergangen und nichts durchgepeitscht.“ In Richtung Lentz fügte er hinzu: „Ich gehe bei Ihrer langjährigen Ausschusserfahrung davon aus, dass sie ihre Frage zu Bauordnung und Öffentlichkeitsbeteiligung wider besseren Wissens gestellt haben.“

Rund ein Dutzend Nachbarn waren in die Kleine Herxfeldhalle gekommen, um sich zu informieren, was denn nun zwischen Wasserstraße 5 und dem Wickenkamp gebaut werden soll. Unstrittig schienen die geplanten Wohnhäuser 1 und 2 zu sein. Mit dem dritten Haus im hinteren Bereich hatte nicht nur Johannes Philipper (FDP) „Bauchschmerzen“. Auch Dieter Sökeland (CDU) wünschte sich gerade zu dem geplanten Gebäude im hinteren Bereich eine sensible Abstimmung mit den umliegenden Nachbarn. Uphoff ergänzte, dass ihm bereits etliche ablehnende Kommentare der Nachbarn zum Gebäude im südlichen Bereich erreicht hätten.

Einig waren sich die Ausschussmitglieder, dass die vorgesehene „Planstraße“ unstrittig sein müsse, damit auch später noch allen anliegenden Grundstückseigentümern eine Erschließung und Bebauung ihrer Grundstücke möglicht bliebe.

Bürgermeister Josef Uphoff wurde beauftragt als Mediator zwischen den Nachbarn und dem Grundstückseigentümer zu vermitteln.

Zurzeit sind drei Mehrfamilienhäuser mit sechs Wohneinheiten direkt an der Wasserstraße und dahinter zwei Häuser mit jeweils vier Wohneinheiten angedacht. Die Stadtvilla an der Wasserstraße wird komplett abgerissen.

Über die grundsätzliche Thematik, dass an dieser Stelle eine Nachverdichtung, beziehungsweise Innenverdichtung, sinnvoll und wünschenswert ist, herrschte im Infrastrukturausschuss ebenfalls Einigkeit. Eine Beschlussfassung wurde schließlich vertagt und der Bürgermeister Josef Uphoff damit beauftragt, weitere klärende Gespräche zu führen.

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