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Ortsausschuss wünscht sich umfassendes Verkehrskonzept

„Eierlegende Wollmilchsau“ gesucht

Füchtorf

Der Ortsausschuss wünscht sich ein umfassendes entlastendes Verkehrskonzept für Füchtorf – möglichst schnell und kostengünstig, versteht sich.

Von und

Die Anwohner der Glandorfer Straße und des Ties wünschen sich mehr Sicherheit durch ein Tempolimit, „Pöller“ und ein LKW-Durchfahrverbot. Foto: Michèle Waßmann

Dass die Füchtorfer an einem Strang ziehen können, haben sie schon oft bewiesen. So jetzt auch wieder im Ortsausschuss, der am Montagabend im Feuerwehrgerätehaus tagte. Die Politiker aller Fraktionen waren sich einig, dass sich die Verkehrssituation in Füchtorf an etlichen Stellen verbessern muss. Nicht nur am Tie und der Glandorfer Straße. Ein Brief von 18 Familien, die an diesen beiden Straßen wohnen, gab den aktuellen Ausschlag zu den Beratungen.

Über die Problematik der Raser und Falschparker im Ortskern berichteten die Westfälischen Nachrichten bereits ausführlich. Die Anwohner wünschen sich unter anderem einen Zebrastreifen, eine Geschwindigkeitsbegrenzung, Pöller und ein Durchfahrtverbot für LKW. Angeregt wurde zudem, in der Volksbank und der Sparkasse Plakate aufhängen zu lassen, doch bitte regelkonform zu parken und Rücksicht auf alle Verkehrsteilnehmer zu nehmen.

Auch die Anwohner kamen zu Wort. Ein Vater schilderte eine erst am Morgen erlebte brenzlige Situation auf dem Schulweg seines Sohnes. Glücklicherweise hätte eine Vollbremsung Schlimmes verhindert. Auch von Seiten der Verwaltung gab es breite Unterstützung. Gespräche mit dem Straßenverkehrsamt sollen kurzfristig anberaumt werden.

Angefordert wurde bereits eine sogenannte „Smiley-Ampel“, die dem Autofahrer signalisiert, wie schnell er fährt. Die soll als erstes im Ortskern aufgestellt werden. Bürgermeister Josef Uphoff versprach zudem, dass im Interesse der Anlieger besonders auch der ruhende Verkehr verstärkt kontrolliert und dann entsprechend auch sanktioniert wird.

Als Fazit der gut einstündigen konstruktiven Diskussion wurde beschlossen, den verkehrlichen Ist-Zustand für Füchtorf zu erheben und ein Gesamtkonzept zu erstellen. Zudem soll mit dem zuständigen Straßenverkehrsamt gesprochen werden, ob schnelle kostengünstige Maßnahmen wie zum Beispiel ein Tempolimit oder das Wiederaufstellen „verschwundener Pöller“ im Ortskern realisierbar seien.

Das Gesamtkonzept, für das ein Arbeitskreis gegründet werden soll, umfasst zudem die vieldiskutierte Anbindung an die Bundesstraße, einen Radweg nach Rippelbaum, den Schleichweg Milter Straße Richtung Butterpatt und vieles mehr. Das hehre Ziel ist es an allen Stellen Abhilfe zu schaffen, keine Brennpunkte zu verlagern und dabei den Kostenrahmen der gewünschten Maßnahmen im Blick zu behalten. Ebenso wie die Tatsache, dass Füchtorf kontinuierlich wächst. Gesucht, so war man sich im Ausschuss einig, wird „die eierlegende Wollmilchsau“.

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